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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Brighter Wounds«

Son Lux

Der musikalische Flickenteppich von Son Lux klingt auf »Brighter Wounds« dringlicher und berührender denn je.
Geschrieben am
Werner Herzog hat einmal gesagt, dass man, wenn nötig, für die Kunst bereit sein müsse, in die Hölle herabzusteigen, um mit dem Teufel persönlich darum zu ringen. Die Musik von Son Lux klingt, als hätte Frontmann Ryan Lott sie auf so einem Weg erringen müssen. Als sei jeder Soundschnipsel mühsam gegen das Nichts, gegen die Stille erkämpft worden. Ergebnis dieser Kämpfe sind dann ein begeisterndes Song-Monstrum wie »Dream State«, das klingt wie ein erlösender Fiebertraum, oder das nervös flackernde »The Fool You Need«.

Ryan Lott klingt auf »Brighter Wounds« oft so fragil, so um Worte ringend, als ginge es gerade darum, mit Mühe und Not alles um ihn herum vor dem Kollaps zu bewahren. Als nähme er den Zuhörer mit durch eine Gefühlsebene, die nur ihm zugänglich ist. Zu den faszinierenden Widersprüchen dieser Band zählt dabei, dass die Songs nach wahnsinniger Anstrengung klingen, ohne anstrengend zu sein, die Arbeit dahinter extrem verkopft wirkt, ohne dass das Ergebnis so rüberkommt. Hart erarbeitete Leichtigkeit. 

Son Lux

Brighter Wounds

Release: 09.02.2018

℗ 2018 Ryan Lott Music under exclusive license to City Slang