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#WeLoveEditors

So war’s beim Editors-Fan-Event in England

Online-Redakteurin Julia Brummert durfte einen Tag mit den Editors und zwölf Fans in einem Landhaus in Surrey verbringen – und das war genauso zauberhaft, wie es klingt.

Geschrieben am

Was macht man nicht alles für seine Lieblingsband: Man gibt viel Geld für Konzertkarten aus, reist durchs ganze Land, nimmt verregnete Festivalwochenenden in Kauf und sammelt jeden Schnipsel, jede Single, jedes Konzertposter und hütet diese Schätze wie seinen Augapfel. Viele solcher Geschichten werden heute erzählt, in einem Landhaus in Surrey, nicht weit entfernt von London. Zwölf Editors-Fans mit strahlendem Augen und breitem Grinsen im Gesicht haben gewonnen, hier einen Tag mit ihrer Lieblingsband zu verbringen. Als Belohnung für ihr Fantum, sozusagen.

Die Band hatte zur Veröffentlichung des neuen Albums »Violence« dazu aufgerufen, unter dem Hashtag #WeLoveEditors Videos zu posten, in denen Fans ihre Beziehung zur Band erklären. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zahlreich, in vielen Videos steckt sehr viel Mühe und Kreativität und meistens auch eine gute Portion Humor.

Ridge Farm ist ein Haus aus dem 16. Jahrhundert und nicht nur ein zauberhaftes Cottage mit Plüschsofas, einem Pool und Tennisplatz, es beherbergte bis zum Ende der Nullerjahre auch ein Tonstudio. Ganz zu Anfang erklärt uns ein Mitarbeiter vom Label Pias, dass hier Queens »Bohemian Rhapsody« geschrieben worden sei, außerdem haben Bands wie Pearl Jam und Oasis hier Songs aufgenommen. Mittlerweile werden in Ridge Farm eher Hochzeiten gefeiert, außerdem kann man hier– mit dem nötigen Kleingeld – Urlaub machen.

Beim Essen kommen wir alle ins Gespräch. Erst zögerlich, aber als Sprachbarrieren und Schüchternheiten überwunden sind, wird aus dem Nähkästchen geplaudert. Geschichten von Songs auf Mix-CDs ganz am Anfang einer Beziehung, gemeinsam erlebte Konzerte, Tränen wegen verpasster Shows – alle haben so etwas erlebt. Nathan und Kelly aus einem kleinen englischen Ort nahe Birmingham können zahlreiche Konzerte auflisten und die beiden GewinnerInnen Aideé und Raúl aus Spanien bekommen immer wieder Lob für ihr Video, in dem sie Szenen aus dem Clip zu »Magazine« nachgespielt haben – mit ihrem Hund.

Am Nachmittag gibt es eine Listening Session von »Violence«. Die Fans hier sind die ersten, die das Album vor der Veröffentlichung hören dürfen – abgesehen von der Presse, natürlich. Die Köpfe nicken und bei einem Song fließen sogar ein paar Tränen der Rührung. Auf einmal stehen Russell Leech, Ed Lay und Elliott Williams mitten im Wohnzimmer. Kinnladen fallen und es gehört zu den schönsten Momenten des Tages, zu sehen, wie groß die Freude der Fans ist. Die Musiker gesellen sich zu den Grüppchen, geben sich freundlich und interessiert und plaudern über Festivals, aktuelle Lieblingsbands und ihre Plattensammlungen.

Am Abend kommt auch Sänger Tom Smith dazu, setzt sich ans Klavier und spielt gemeinsam mit Justin und Elliot ein paar Songs akustisch. Man kann sich kaum vorstellen, dass ein Stück wie »Papillon«, das eigentlich Raum braucht, auch so reduziert funktionieren kann, aber es klingt perfekt, fast sogar besser, als das auf Hit produzierte Original. Tom Smith’ Raum füllende Stimme ist natürlich »Schuld« daran. Bei »Magazine« singen die zwölf Gewinnerinnen und Gewinner die Chöre im Hintergrund. Ein schönes, im positiven Sinne kitschiges Finale, nach dem alle – Fans und BerichterstatterInnen – mit der Erkenntnis nach Hause gehen können, dass Musik und Fansein immer noch so gut verbinden können.

Editors

Violence

Release: 09.03.2018

℗ 2018 Play It Again Sam

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