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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Love is all we got«

So war das Sziget 2014

1993 starteten einige junge Menschen in Budapest ein Festival, das mittlerweile mit über 400.000 Besuchern aus der ganzen Welt eines der größten und buntesten Europas ist. Wir haben drei Tage lang das Sziget erlebt.
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Der Donnerstag beim Sziget bietet große Namen. Auf der Main Stage räkelt sich erst die britische Popqueen Lily Allen zwischen überdimensionalen Babytrinkflaschen, als Headliner stehen an diesem Abend später Macklemore & Ryan Lewis auf dem Plan. Ob zu »Can´t Hold Us« oder »Thrift Shop«, die Fans feiern eine Riesenparty, trotz der etwas langen Ansagen. Anschließend kündigen zahlreiche belgische Flaggen den nächsten Act an: Stromae, einer der Überflieger des Jahres, erklimmt die Bühne im A38-Zelt, das schneller voll ist, als mancher Fan gucken kann. So müssen nicht wenige Belgier »Alors On Danse« von draußen mitsingen.  

Hatte der Donnerstag mit Regen geendet, ist am Freitag die Sonne zurück. Die Fantastischen Vier sind daher schon nachmittags bestens aufgelegt. Smudo & Co. ernten auch auf diesem Festivalacker, was sie säen, nämlich Applaus. Danach ein Abstecher zur World Stage, wo immer eine gute Portion Polka-Punk serviert wird. The Sexican heizen ein, für das was noch kommen wird. Zum Beispiel der Auftritt der alten Nu-Metal-Heroen Korn.  Wer lange Haare hat, ist jetzt klar im Vorteil, das Motto lautet: Rock! Abends berichtet dann Angel Haze, dass es ihr letzter Auftritt in dieser Form sein wird und zeigt ihre ganze Klasse am Mic. Ob das nun das Ende aller Live-Shows der Künstlerin gewesen sein soll? Man kann es sich nicht vorstellen. Soul-Diva Kelis startet danach mit blauem Glitzerkleid und starker Stimme, während die Klaxons anschließend ganz in weiß gekleidet mit schwungvollem elektronischen Synthie-Rock überzeugen.
 

Am Samstag geben sich die britischen Ska-Legenden Madness wiedervereint die Ehre. Diese Band macht einfach Spaß, jeder Song wird abgefeiert, das Saxophon durchlöchert den Bauch. Auch The Prodigy wissen danach, wie man ordentlich abgeht. Von wegen alte Herren, deren Zeit vorbei ist. Hier zündet der »Firestarter« noch Mal wie in den 90ern. Dann heißt es schnell Bühnenwechsel und ab ins Zelt, um weiter abzugehen. Mit bunten Pfauenfedern im Haar treiben die Crystal Fighters ihr Publikum regelrecht in Ekstase. »Love is all we got« im wundervollen Budapest.