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Knallindiesexy!

So war das Nürnberg.Pop 2014

Süddeutschlands größtes Musik- und Showcasefestival, das Nürnberg.Pop ging am letzten Wochenende in die vierte Runde. Linus Volkmann war für uns auf Nürnbergs Straßen unterwegs und ließ auf seinem Streifzug durch die Altstadt keinen Club aus.
Geschrieben am
Der Tourist, der eine ganze Stadt in kurzer Zeit überschauen möchte, der kann auf Sightseeing-Busse aufspringen, „Hop on, hop off“. Wir Musikfrettchen verzichten lieber auf diese uncoole Variante und nutzen gern diese Abkürzung ins Herz einer Metropole: Das Clubfestival. Das bedeutet einfach, mit einem Ticket öffnen sich in unzähligen Clubs einer Stadt eine Nacht lang alle Türen. Neben jedem Tresen steht ein DJ, und Bands gibt es in großen Mengen zu feiern.

Der Ablauf ist von New York über Hongkong bis eben Nürnberg ähnlich: Im Vorfeld streicht man sich sorgsam an, wen man unbedingt aufsuchen möchte – doch je später der Abend, desto zufälliger, assoziativer, ja betrunkener werden die Schritte. Nürnberg.Pop bietet in seiner vierten Erscheinung dabei beste Voraussetzungen. Alles ist wirklich die sonst oft nur behauptete Steinwurfweite entfernt. Vom K-Vier ins K-Sechs und dann zum Mach-1. Warum Nürnbergs Clubs so sehr auf Zahlen abgeilen? Man hätte es in dieser Nacht echt mal wen fragen sollen. Aber die Gigs von unter anderem Naomi Sample, Kid Simius, Yucca, Spring Offensive ließen keinen Platz für groß Analog-Wikipedia.


Und auch ohne die letztjährigen Kartenverkaufs-Booster von Milky Chance waren die Hütten voll. Einlassstop hier und da, aber man konnte ja stets ausweichen. Zu spätester Stunde fand man sich tanzend im Club Stereo wieder, Bedroom Disco legte auf, „auch wenn das Schiff morgen untergeht… was soll’s?“ schrien dabei dann Egotronic aus den Boxen. Ein gelungener, überaus charmanter Abend. Nürnbergs Clubfestival kann es mit so mancher Metropolenausführung dieses Prinzips locker aufnehmen.