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»Wildness«

Snow Patrol

Nach sieben Jahren Pause machen die schottisch-irischen Konsens-Rocker da weiter, wo sie aufgehört hatten: bei opulentem Stadion-Pop.

Geschrieben am

Wo auf »Wildness« die im Titel versprochene Wildheit liegen soll, bleibt das Geheimnis Snow Patrols. Wie bereits auf den beiden Vorgängern geht es weiter weg von den Gitarrenwänden des großen Durchbruchsalbums »Eyes Open« aus dem Jahr 2005, hin zu mehr Introspektion, Introvertiertheit, gefälliger Gefühligkeit. Beim Songwriting bewegen sich Snow Patrol weiter von ihren bisherigen Standard-Formeln weg: Sie muten ihren Fans weniger Poppigkeit zu. Was die Umsetzung der Songideen angeht, hat sich die Band von den durchwachsenen Kritiken zum Vorgänger »Fallen Empires«, der mit seinen Indietronic-Sounds streckenweise einen »Achtung, Baby«-Touch hatte, nicht beirren lassen.

Konsequent gehen Snow Patrol diesen Weg weiter: Die Synthies zirpen, pluckern und wummern, fügen sich jetzt aber besser und weniger aufdringlich in das fett produzierte Klangbild der größtenteils starken Songs ein. Nur bei wenigen Stücken hat man das Gefühl, dass der exzessive Einsatz von Studio-Technik und Sound-Effekten einen Mangel an musikalischer Substanz überdecken soll (»Soon«). Weniger Gitarren, mehr Bombast: So weit wie auf »Wildness« haben sich Snow Patrol noch nie von ihrem bisherigen Sound entfernt. Damit haben sie vielleicht nicht ihr bestes, aber zumindest vielseitigstes Album geschaffen.

Snow Patrol

Wildness (Deluxe)

Release: 25.05.2018

A Polydor Records Release; ℗ 2018 Polydor Ltd. (UK)

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