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The Golden Spike

Sky Larkin

Was macht Sky Larkin, dieses im ersten Video so wahnsinnig unscheinbar aussehende Trio aus Leeds, nur so sehr zum offensichtlichen Antiklischee des aktuellen Britrock-Klischees? Seine kaum verhohlene Liebe zu amerikanischem Indie-Rock der 90er? Vielleicht. Ganz sicher aber die darin auch schon e
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Was macht Sky Larkin, dieses im ersten Video so wahnsinnig unscheinbar aussehende Trio aus Leeds, nur so sehr zum offensichtlichen Antiklischee des aktuellen Britrock-Klischees?

Seine kaum verhohlene Liebe zu amerikanischem Indie-Rock der 90er? Vielleicht. Ganz sicher aber die darin auch schon enthaltene Tugend von der Ignoranz gegenüber Strophe, Bridge, Refrain als den vermeintlichen Gralshütern über die einzig sinnvolle Strukturierung eines Songs. Anders gesagt: Wo die meisten derzeit prominenteren Rockbands Großbritanniens ihre Songs gerne nach dem Reißbrettprinzip durchführen, als wäre wieder 1965, fahren Sky Larkin andere Prioritäten. 13, noch dazu eher kurze Stücke umfasst das von John Goodmanson (Produzent von Sleater-Kinney oder Death Cab For Cutie) aufgenommene Debüt.

Und jedes von ihnen vollzieht mindestens eine überraschende Wendung - garantiert aber nie jene vom zwanghaften Inszenieren des über allem thronenden Refrains als einzig sinnstiftendem Element eines Songs. Bei Sky Larkin, speziell im Gesang von Katie Harkin, läuft das anders. Da wird angedeutet, verworfen und trotz zweimaligen Blinkens erst die dritte Ausfahrt genommen. Das Ergebnis klingt erfrischend, seltsam postromantisch und kurzweilig. So gibt es zwar auch nach dem zehnten Hören kaum verwertbare Ohrwürmer, aber dazu ist diese Band - siehe oben - auch nicht angetreten. Vielleicht will sie stattdessen einfach nur die kürzeste Verbindung zwischen den Welten von Kate Nash und Sebadoh herstellen. Klingt mitunter zumindest ein bisschen so. Schön.