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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

The Things We Make

SIX BY SEVEN

Nein, ganz so uninspiriert, wie sich hier Band und Tonträger mit Namen versehen, ist das musikalische Endprodukt dann auch wieder nicht. Zu entschieden hat man die nach eigener Ansicht richtigen Schnittmengen belegt und baut dort seine Position mit einem für ein Debüt erheblichen Maß an Routine aus.
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Autor: intro.de

Nein, ganz so uninspiriert, wie sich hier Band und Tonträger mit Namen versehen, ist das musikalische Endprodukt dann auch wieder nicht. Zu entschieden hat man die nach eigener Ansicht richtigen Schnittmengen belegt und baut dort seine Position mit einem für ein Debüt erheblichen Maß an Routine aus. Konkret bedeutet das die Verknüpfung angelsächsischer Songopulenz im Sinne von SPIRITUALIZED mit klassischen amerikanischen Rockcharakteristika. Genügt das als Referenz noch nicht, sei beigefügt, daß die wahrlich großen FLAMING LIPS einen Remix der "Candlelight"-Single angefertigt haben, dessen Primärversion an eine hemdsärmelige Variante britischer Rave-Tugenden von 1989 erinnert.
Gemeinhin ist es also nicht das schlechteste, wenn auch nicht das frischeste Koordinatensystem, in dem sich SIX BY SEVEN, ohne Fehler zu machen, bewegen. Aber genaugenommen liegt in diesem letztgenannten Umstand das Problem solcher Musik: Sie ist im Endeffekt nicht viel mehr als stilsicher erstarrte Gestik. Alle Regeln des sphärischen Tremolo-Gitarrenrocks sind befolgt worden, die Songs verhalten sich in ihrer kultivierten Monotonie, wie man es von ihnen erwartet. So kann man "The Things We Make" als relativ austauschbar bezeichnen, ohne es wirklich böse zu meinen. Ihre zufriedenen Abnehmer werden SIX BY SEVEN jedenfalls finden.