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»Mean Love«

Sinkane

Als Sinkane Ende des letzten Jahrzehnts erstmals auch in Europa auf den Plan trat, war recht schnell klar, über wie viel Potenzial das Soloprojekt des US-Musikers Ahmed Gallab verfügte.
Geschrieben am
Gerade von Pop der ersten Welt geprägte Ohren fanden hier eine Wunderwelt für den Dancefloor aufbereiteter afro-folkloristischer Grooves vor, die so tief wie treibend waren und viel zu elegant für jeglichen Weltmusik-Schmock. Doch schon das erste über City Slang erschienene Album »Mars« machte deutlich, dass Gallab nicht der Sinn danach stand, zur nächsten hippen Afrofunk-Jukebox zu mutieren. Stattdessen gingen und gehen seine von Afrobeat getriebenen Songs stilistische Umwege, kaum einer war auf Tanzbarkeit als erstem Ziel aus, lieber nutzte Gallab jeden einzelnen, um in ihm Genre-Exkursionen unterzubringen. Das ist auf dem neuen Album »Mean Love« nicht anders.

Es ist völlig klar, dass es ihm leicht fiele, ein avanciert tanzbares Album zu produzieren, so groß ist sein Talent. Aber Gallab verweigert sich zugunsten eines so hybriden wie avancierten und aufregenden Pop-Albums, das Rhythmen weniger als Grundlage denn als gleichberechtigen Teil jedes Song-Arrangements begreift. So mag »Mean Love« dem ersten Eindruck nach etwas dünn wirken, im Endeffekt hat man von diesem Album aber mehr als von jedem der tollen Souljazz-Sampler, die man zum Zweck purer Tanzbarkeit lieber wählen sollte. »Mean Love« hingegen führt in die Zukunft.

In drei Worten: Hybris / Verweigerung / Afro-Folklore
- Sinkane »Mean Love« (City Slang / Universal / VÖ 29.08.14)

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