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Silver Age

Bob Mould

Bob Mould schenkt sich selbst eine Zeitreise und seinen Fans eines der besten Alben seit »Copper Blue«.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Fast 25 Jahre ist es her, dass Bob Mould als Solokünstler aus den Trümmern von Hüsker Dü, der in vielerlei Hinsicht unglaublichsten US-Hardcore-Punkband aller Zeiten, auferstand. Seine Alben waren seitdem Wundertüten. Mal genial, mal redundant, mal brachial, mal überzuckert, mal gut, mal scheiße. Dass das neue Album »Silver Age« stilistisch wieder an Moulds kommerziell erfolgreichste Phase (»Copper Blue« seiner Band Sugar, 1992) anknüpfen würde, ahnten informierte Fans schon etwas länger: Bei der Entstehung seiner lesenswerten Autobiografie »See A Little Light« (2011) reflektierte Mould – offenkundig zum ersten Mal ernsthaft – seinen Werdegang als Musiker und versetzte sich gedanklich in seine wütende, teils traumatische Jugend zurück. Außerdem spielt er seit Monaten brachiale Jubiläumskonzerte anlässlich des 20-jährigen Bestehens von »Copper Blue«. Im Ergebnis steht wie zu Sugar-Zeiten jetzt ein melodisch-verzierter Power-Pop zu Buche, der fast ohne Overdubs und Effekte auskommt. Songs wie »The Descent« knüpfen nahtlos an »Changes« oder »If I Can’t Change Your Mind« an. Bob Mould bestätigt nicht-prominenten und prominenten Fans wie Dave Grohl (der ihn regelmäßig vor den Foo Fighters spielen lässt) seit langer Zeit mal wieder, warum er bisher nur optisch im silberlockigen Zeitalter angekommen ist. Ein geiles, völlig aus der Zeit gefallenes Album. Henry Rollins, Paul Weller und The Offspring, legt euch besser wieder ab.

In drei Worten: Silberlocke / Gestern / Hüsker Dü