×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Aus für \'The Source\'?

Sickerquelle

Das US-HipHop-Heft The Source hat einige Geldklagen an der Halskette. Letzte Woche wurden die Besitzer David Mays und Raymond Scott nach einem Gerichtsprozess verurteilt, weil sie in der Februarausgabe dieses Jahres rassistische Lyrics und den dazugehörigen Song aus der Teenager-Zeit von Eminem
Geschrieben am

Das US-HipHop-Heft The Source hat einige Geldklagen an der Halskette. Letzte Woche wurden die Besitzer David Mays und Raymond Scott nach einem Gerichtsprozess verurteilt, weil sie in der Februarausgabe dieses Jahres rassistische Lyrics und den dazugehörigen Song aus der Teenager-Zeit von Eminem veröffentlicht hatten (wir berichteten). Laut Anordnung wären nur einige Text-Fragmente und ein 20-Sekunden-Ausschnitt aus dem Song erlaubt gewesen. Die Besitzer müssen jetzt eine unbekannte Summe Schadenersatz an den Rapper zahlen.

Eminem beschuldigt in dem besagten Song seine schwarze Ex-Freundin der Dummheit und reinen Geldgier und verallgemeinert die Aussage ein paar Zeilen weiter gleich für alle schwarzen Frauen. Eminem hatte den Song bereits als “Blödsinn“ bezeichnet, der aus reiner Frustration entstanden sei. Der Richter verglich Eminem dann auch mit Benny Goodman, Elvis Presley und Paul Simon, die ebenso Erfolge verbucht hätten in urpsprünglich schwarzen Musikstilen. Eminems “musical commentaries on life" im Rahmen der Freedom of Speech seien da höher zu gewichten als journalistische Veröffentlichung.

The Source sieht das aber nicht ein und will nun das Urteil anfechten: "The Source had every right to publish the material it did release to inform the public about who Eminem is", so der Anwalt. Das Magazin soll außerdem seit einigen Monaten keine Steuern mehr zahlen und über 1.35 Milliarden Dollar Schulden haben. Dazu wird die ehemals renommierte Rap-Postille auch von einem Reiseveranstalter angeklagt, weil hunderte von Flugtickets nicht bezahlt wurden. Sollte die Revision des Urteils im Falle Eminem scheitern, wollen zumindest die Kollegen von hiphop.de erfahren haben, könnte es das finanzielle Aus bedeuten für das Magazin.