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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Shout At The Döner

Kid 606

In jeder Generation gibt es diese Thomas-Mahmoud-liken hochenergetischen Zappelphilipps, in deren eigener struppiger Aura sich Flausen aus den Köpfen anderer Geister verfangen.
Geschrieben am
In jeder Generation gibt es diese Thomas-Mahmoud-liken hochenergetischen Zappelphilipps, in deren eigener struppiger Aura sich so manche Flausen aus den Köpfen anderer Geister verfangen.

Kid 606 war für einige unruhige Beobachter des tollen Treibens rund um Party und Kultur auch mal so ein Role-Model des Zusammenschusterns von frei flottierenden Kontexten in rumpelnden, pumpenden Tracksongs, die einen nicht mehr ruhig schlafen ließen, was ja damals keiner wollte - und heute schon gar keiner mehr kann.

Kid 606 sollte in Stellung gebracht werden als Antithese zu Kings Of Conveniences "Quite Is The New Loud", unter Berufung auf den alten Prollrock-Klassiker "Wenn du keinen Krach machst, wirst du nicht gehört". So wollte es anno dazumal ein um die einschläfernde Wirkung allzu lieblichen Indierocks besorgter Schreiber in der Spex. Meine Lieblingsnummer von Kid 606 war bis jetzt der mächtig in den Arsch tretende Remix einer Numbers-Nummer, deren Namen ich nicht erinnere. "Shout At The Döner" ist natürlich ein genialer Albumtitel, so albern wie wahrhaftig. Die Tracks lassen einen zu sturen Bassläufen und hektischen Beats tanzen, aber funktionieren auch zwischen den Zeilen. Das Album will viel auf einmal und so einiges gar nicht: nicht dieses Rave-Gebratze und nicht diese Smart-ass-Electronica! Mission erfüllt.