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Shadows

Teenage Fanclub

Wahnsinnig anachronistisch und doch ungemein wirkungsvoll: Teenage Fanclub haben schlicht die besten Melodien.
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Wahnsinnig anachronistisch und doch ungemein wirkungsvoll: Teenage Fanclub haben schlicht die besten Melodien.

Man muss sich wirklich wehren, um Teenage Fanclub nicht zu lieben. Man muss sich an dem Zugeständnis festhalten, an dem emotionsresistenten Kanon, dass bei den Schotten die eine Platte, ihr Zweitwerk "Bandwagonesque", gereicht hätte und alles danach bloß Wiederholung gewesen sei. Dem sei deutlich entgegnet: Wer so redet, verleugnet sein Herz. Denn auch alle Alben danach hatten Melodien von einer Klasse, die allenfalls die Beach Boys oder Beatles als Referenz zulassen.

So auch "Shadows", Album Nummer neun. Dementsprechend gibt es über diese erste Platte seit fünf Jahren auch wenig Neues mitzuteilen. Außer die sicher nicht zu subjektive Empfindung, dass es mal wieder Zeit wurde. Und dass die Reize, die diese Band aussendet, zu zeitlos sind, um je käsig zu werden. Auch auf "Shadows" sind mindestens die Hälfte der Stücke wunderbar sinnlich und verspielt, sie sind in ihrer Dezenz weise und vornehm. Und sie vermitteln das sichere Gefühl, dass Teenage Fanclub die universelle Suche nach perfektem Pop, nach dem ultimativen Popsong schon längst erfolgreich beendet haben. Weitere Ergebnisse folgen, hoffentlich.

In drei Worten: Klassenlos / Zeitlos / C86