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Dante XXI

Sepultura

Vor 15 Jahren, als Student an der Uni, las Derrick Green Dantes "Göttliche Komödie" zum ersten Mal. Das Hauptwerk des italienischen Dichters - bestehend aus den drei Teilen "Inferno", "Purgatorio" und "Paradiso" - bewegte den Sepultura-Sänger derart, dass er es nun endlich angegangen ist, da
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Vor 15 Jahren, als Student an der Uni, las Derrick Green Dantes "Göttliche Komödie" zum ersten Mal. Das Hauptwerk des italienischen Dichters - bestehend aus den drei Teilen "Inferno", "Purgatorio" und "Paradiso" - bewegte den Sepultura-Sänger derart, dass er es nun endlich angegangen ist, das Werk mit seinen Herren zu vertonen. "Wir entdeckten viele Parallelen zu heute, die Probleme der Menschen sind die gleichen. Deswegen heißt das Album auch 'Dante XXI'", lässt sich Green zitieren. Musikalisch setzt die Band auf einen Mix aus düsterem Hardcore-Thrash und klassischer Musik - immer wieder taucht ein Cello auf, Streicher und Hörner verbreiten morbide Stimmungen. Im Gegensatz zu vielen seiner Screamo-Kollegen kann Green auch singen, was die künstlerischen Möglichkeiten der Brasilianer enorm erweitert. Zwischen Metal-Attitüde und intellektuellem Anspruch ist Sepultura hier ein kraftvolles, inspiriertes Werk gelungen.