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Black Sky

Sepalot

Auch wenn der Blumentopf seit über einer Dekade eine feste Konstante in der deutschen Rap-Szene ist und man gerne annimmt, dass die vier Herren aus München eigentlich nur im Verbund »die Reime rauslassen«, gab es auch immer Soloprojekte der Töpfe, die aber zugegebenermaßen wenig beachtet wurden.
Geschrieben am

Autor: intro.de



Vor allem beim DJ und Hauptproduzenten der Gruppe, Sepalot, unterschieden sich die musikalischen Alleingänge signifikant von den Alben der Band. Schlagworte wie »düster«, »schmutzig« und »aggressiv« würde man wohl kaum mit einer Blumentopf-Platte in Verbindung bringen. Sepalots fünftes Soloalbum »Black Sky« geht aber genau in diese Richtung.

Vom ersten Song an fühlt man sich weniger an klassische HipHop-Produktionen erinnert, viel eher drängt sich der Vergleich mit den Black Keys und deren Blues-Rock-Entwurf auf. Wenn Sepalot zwischendurch den Mark Ronson gibt und die hochtalentierte Ladi6 in bester Amy-Winehouse-Manier betört, hat die Platte eine Radiosingle, die trotzdem nicht nach Pop klingt (»March On«). Kleine Randnotiz: Seine Band-Kollegen sind noch nie auf einer Sepalot-Soloplatte aufgetaucht. Andererseits lassen sich die Sepalot-Soloprojekte gerne als Vorboten in Sachen Soundästhetik eines neuen Topf-Albums verstehen. Wenn das bei »Black Sky« auch einträfe, wäre das eine ziemlich gute Sache.

In drei Worten: Düster / Schmutzig / Aggressiv