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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Unequal Arts

Sender Berlin

Den Tresor gibt es ja in seiner gewohnten Form nicht mehr, doch die Stammgäste rocken weiter. Sender Berlin zum Beispiel, die sowohl auf dem Label als auch an den Turntables des Berliner Technotempels lange Zeit zu Hause waren. Gleichzeitig hatten die beiden Friedrichshainer Produzenten immer unGlei
Geschrieben am

Den Tresor gibt es ja in seiner gewohnten Form nicht mehr, doch die Stammgäste rocken weiter. Sender Berlin zum Beispiel, die sowohl auf dem Label als auch an den Turntables des Berliner Technotempels lange Zeit zu Hause waren. Gleichzeitig hatten die beiden Friedrichshainer Produzenten immer unGleich, ihr eigenes Label, am Laufen, und auf diesem erscheint jetzt auch "Unequal Arts", der dritte Longplayer von Sender Berlin. Immer skeptisch gegenüber den heißen Trends der Stunde und eher von Detroit angezogen, das im Tresor ja Tag und Nacht ein Klappbett stehen hatte, machen Litschko & Vaak auch auf dem neuen Album ihr eigenes Ding: geradliniger, melodiöser Techno mit weichen Basslines und einer Prise trippigem Flirren. Neu und unverkennbar diesmal der mediterrane Einfluss: Percussionlastige Tracks wie "Zona De Curva" und "Unformated" hätten genauso gut im Studio von Senor Ian Pooley entstehen können - internationaler Easy-Flavour, sozusagen. In Stücken wie "Minimized" und "Brain Eater" finden Sender Berlin allerdings zum trocken und pur operierenden Stil zurück und schaffen so eine abwechslungsreiche Balance zwischen ausgelassener Strandbar und klaustrophobischem Discokeller. Eine in viele Richtungen kompatible Platte ist das, und als Bonbon gibt es noch eine Bonus-Runde im so genannten DualDisc-Modus: Sender Berlins Peel-Session und eine Kamerafahrt über die Stadtautobahn von Tokio sind zu bewundern, dazu ein stimmungsvoller Mitschnitt von Sender Berlin, wie sie im Lichtgewitter des legendären Berliner Technokerkers Platten drehen. Da möchte man gerne noch mal dabei sein und sich zum Affen machen lassen, da unten.