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Defend Yourself

Sebadoh

Rockstars werden im Alter gemeinhin weichgespült, klebrig oder schmierig.
Geschrieben am

Autor: intro.de



Nicht so Lou Barlow. Der Mann, der genauer betrachtet nie wirklich ein Rockstar war, steht seit geraumer Zeit wieder mit seinem wirr ins Gesicht fallenden Haarschopf bei den Indie-Antistars Dinosaur Jr am Bass und hat jetzt auch sein erstes Seitenprojekt Sebadoh nach langer Pause erneut angeschmissen.

Stilistisch hat er für dessen neues Album »Defend Yourself« nichts geändert, klanglich aber schon: Das Album klingt wieder so ungeschminkt und direkt wie in der Frühphase der Band und besitzt dadurch eine Frische, die Sebadoh vor ihrer Pause zwischenzeitlich abging. Die erste Hälfte des Albums ist geprägt von ungestümen Rockern, die zweite von der Sorte Songs, die Barlow in den Augen vieler seiner Fans sowieso immer schon am besten konnte: Balladen, ruhige, gefühlvolle Songs, die selbst jetzt nicht schmierig wirken, sondern einen sehr dezenten und aufrichtigen Ton treffen. »Defend Yourself« könnte musikalisch zweifelsfrei auch in der Hochphase Sebadohs zwischen »Bubble & Scrape« und »Harmacy« entstanden sein – und das ist als Kompliment gemeint.

In drei Worten:
Wurzel / Milde / Lo-Fi