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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Dust

Screaming Trees

Mark Lanegan hat vier Jahre Bier getrunken, ehe er sich entschloß, seine SCREAMING TREES wieder zum Leben zu erwecken. Das 'Grunge'-Stigma zwang die Band aus Seattle, über fällige Konzept-Reformen nachzudenken. So freut es, daß 'Dust' in puncto Vielfältigkeit den früheren Alben der Band haushoch übe
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Autor: intro.de

Mark Lanegan hat vier Jahre Bier getrunken, ehe er sich entschloß, seine SCREAMING TREES wieder zum Leben zu erwecken. Das 'Grunge'-Stigma zwang die Band aus Seattle, über fällige Konzept-Reformen nachzudenken. So freut es, daß 'Dust' in puncto Vielfältigkeit den früheren Alben der Band haushoch überlegen ist. Ob ein Griff in die Effektkiste in Verbindung mit der Elegie des manisch-depressiven Frontmannes jedoch Kraftanstrengung genug war, um von einer Wiedergeburt der Kreativität zu sprechen, muß dahingestellt bleiben. Hier wurde SOUNDGARDEN-like umgerüstet. Die etwas anstrengende Lösung zwischen DOORSscher Düsternis und dem Hard-Rock-Appeal von BLACK SABBATH wird ab und an durch die von Lanegans Solowerken gewohnt langatmigen Abseiter-Hymnen verwässert. Die Ethno-Themen verschiedener Gitarrenläufe hat man noch von Jimmy Page anno 1974 in guter Erinnerung. Ansonsten stapft die Band munter durch erschlossene Post-Punk- und Post-Grunge-Gefilde. Solide Rockware, das. Die SCREAMING TREES haben es nicht geschafft, die vorauseilende Zeit einzuholen. Der Tick mehr Verspieltheit und das Quentchen weniger Verbissenheit hätte ihnen, genauso wie vielen Überlebenden der ersten Seattle-Generation, verdammt gut getan!