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Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!

Adolar

Authentischer Neo-Emo aus der Altmark – melodiöser Schreisprech, Schichtgesänge und Bratgitarre versenken aber oft die Emotion. Das geht doch nicht!
Geschrieben am

Autor: intro.de

Authentischer Neo-Emo aus der Altmark – melodiöser Schreisprech, Schichtgesänge und Bratgitarre versenken aber oft die Emotion. Das geht doch nicht!

Adolar, das ist eine auf Rotzigkeit getaktete Neo-Boygroup aus der Altmark, deren Verständnis von Musik sich im Kosmos von Bands wie Klez.e, Delbo und vielleicht Achtung! Kabel verhakt und einklebt. Okay. Diesem Referenzrahmen von vielharmonischen Schichtgesängen in der Mode Tobias Sieberts werden neben dem melodiösen Schreisprech à la Thomas Mahmoud dann auch überraschend konservative Brat-Gitarren in Green-Day-Manier beigefügt und verwurstet.

Toll geglückt ist diese Verquickung von Emo, Punk und Pop beim Song „Mitnehmerrippe“. Da zeigt sich die Spanne zwischen den Polen so groß und dabei doch so harmonisch, da bilden die flauschigen Melodien im Refrain so wunderbare Antipoden zum keifigen Strophensprech, da wird das beliebte dichotome Weltbild so hübsch vertont, dass man der Eingängigkeit kaum was entgegnen kann. Der Rest der Platte allerdings ist nichts für den Liebhaber des brüchigen Indiesongs. Denn das hier kommt alles bisschen zu glatt. Zu stampfbeinig. Poliert-rockige Mehrwertproduktionen fetzen einfach nicht, ey!

In drei Worten: Stampf / Mampf / Altmark