×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Schwarze Schleifen

Cold Cave

Nach Jahren in der Hardcoreszene und Veröffentlichungen auf Labels wie Epitaph lässt sich Wesley Eisold in gesanglicher Hinsicht nunmehr von Ian Curtis beeinflussen.
Geschrieben am
Nach Jahren in der Hardcoreszene und Veröffentlichungen auf Labels wie Epitaph lässt sich Wesley Eisold in gesanglicher Hinsicht nunmehr von Ian Curtis beeinflussen. Sein Projekt Cold Cave ist zu einer Allstar-Band der Philadelphier Szene gewuchert. "Love Comes Close" ist das erste Album in der neuen Konstellation und warf bei Sebastian Ingenhoff einige Fragen auf.

Wesley, Cold Cave war ursprünglich dein reines Soloprojekt. Mittlerweile wirst du ergänzt um Sarah Lipstate von
Noveller, Caralee McElroy, die früher bei Xiu Xiu spielte, und Dominick Fernow, der eher für experimentelle elektronische Musik steht. Inwieweit wurden die Neuen schon in den Songwritingprozess integriert?
Den Großteil der Platte habe ich alleine geschrieben, obwohl Caralee auch etwas Input beigesteuert hat. Ein paar der Songs stammen von ihr. Ich habe ziemlich konkrete Vorstellungen von Cold Cave, wie das Ganze präsentiert werden und klingen soll. Obwohl das schwer zu erklären ist. Zukünftig soll das natürlich alles demokratischer ablaufen, die anderen werden mehr eingebunden sein.

Du stammst aus der Hardcoreszene, wo DIY großgeschrieben wird, und hast in Bands wie Give Up The Ghost oder Some Girls gespielt, bevor du dich mit Cold Cave in elektronische Gefilde bewegt hast. Nebenbei betreibst du ein eigenes Label. Was hat sich geändert durch das Matador-Signing?
Ich habe jetzt einfach mehr Zeit. Mittlerweile bin ich dreißig. Seit über fünfzehn Jahren spiele ich in Bands, da macht man eine Menge Erfahrungen und investiert viel, gerade wenn man noch ein eigenes Label betreibt. Nun kann ich mich mehr auf das Wesentliche konzentrieren.

Ihr habt in der Vergangenheit ein paar Shows mit der Krautrockband Faust gespielt. Wie kam es dazu? Ist das ein Genre, das dich generell interessiert?
Wir wurden einfach gebeten, mit ihnen zu spielen, ein besonderes Interesse speziell an Faust gibt es nicht. Also nicht mehr als an anderen Krautrockbands. Das Spannende an Krautrock generell ist für mich dieses Repetitive, dieses Loopartige, das ist etwas, das mich vielleicht beeinflusst hat. Mein liebstes Album in der Hinsicht ist wahrscheinlich "Golem" von der Berliner Band Sand.

In dieser Ausgabe wird es ein Special zum Thema Geister geben. Interessierst du dich für Horrorfilme? Was ist dein Lieblings-Genrefilm?
Es ist schwer, da einen einzigen herauszupicken. Viele meiner Favoriten sind wahrscheinlich nicht mal explizite Horrorstreifen, sondern gehen eher in diese Exploitation-Richtung. Ich würde aber sagen, Filme wie "Black Belly Of The Tarantula", "Amuck!", "Don't Deliver Us From Evil", "Der Tod trägt schwarzes Leder" oder "Torso" geben mir ein ganz gutes Gefühl.

Wie sieht es mit der Literatur aus? Gibt es Gothic- oder Horrorschriftsteller, die du besonders schätzt?
Ich lese aktuell gar nicht so viel Horrorliteratur. Meine Lieblinge stammen da eher aus der Zeit meiner Jugend. "Flowers In The Attic" von V.C. Andrews mochte ich immer - wegen seiner besonderen Ästhetik und des Inzestthemas.