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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Wer wir sind

School Of X im Steckbrief

»Wer wir sind« – der regelmäßige Steckbrief. Diesmal stellen wir euch School Of X aus Kopenhagen vor.

Geschrieben am

Interview:
Daniel Koch

Herkunft Kopenhagen
Genre Emo-Industrial-Darkwave-Pop oder so
Mitglieder 1
Besondere Vorkommnisse Rasmus Littauer saß schon als Drummer von Major Lazer, Mø und Reptile Youth auf der Bühne.
Aktuelles Album »Faded. Dream.« EP (ArtPeople)

Ich habe deine Show auf dem Spot Festival gesehen. Wirkte nicht so, als wäre es unangenehm für dich, nicht mehr am Drumkit zu sitzen, sondern mit Gitarre am Mikro zu stehen.
Das stimmt. Es fühlt sich großartig an und ist für mich ein logischer Schritt, obwohl es eine Herausforderung bleibt. Manchmal denke ich noch immer, ich wäre Opfer eines Pranks und plötzlich knipst jemand das Bühnenlicht an und sagt mir, ich sei scheiße. Ich war nie sonderlich selbstbewusst in dem was ich tue, auch wenn das nach außen oft so wirkt.

Ich bin zu deiner Show gegangen, weil der Bandname mir gefiel. Für mich schwingt da eine Gang-Mentalität mit, es klingt mysteriös, irgendwie nach verlorener Jugend. Was assoziierst du mit School Of X?
Danke! Das sind Assoziationen, die mir gefallen. Der Name ist die Übersetzung eines dänischen Kunstkollektivs namens »The Experimental School Of Art«, zu denen in den 70ern viele namhafte Künstlerinnen und Künstler zählten. Sie waren ein Protest gegen die offizielle Kunsthochschule der Stadt. Jeder konnte teilnehmen, jeder hat jedem was beigebracht, Lehrer in dem Sinne gab es nicht. Sie wollten die Kunst in Dänemark und Dänemark durch Kunst ändern. Einige meiner Lieblingskünstler wie Per Kirkeby, Jørgen Leth und Bjørn Nørgaard waren Teil davon.

Diese Kunstbegeisterung merkt man deinem Schaffen durchaus an. Es wirkt alles sehr durchdacht, sehr konzeptionell, vom Artwork bis zum Sound. Grübelst und skizzierst du lange, bis etwas deinen Anforderungen entspricht? 
Ja. Ich denke viel und hart über meine Sachen nach. Bis mir ein Video gefällt, kann es schon mal dauern. Oder bis ich weiß, wie mein Album heißen wird, das ich noch immer schreibe. Bei mir ist das alles ein sehr laaaanger Prozess, den ich kaum genau analysieren kann. An manchen Songs schreibe ich in meinem Kopf über Jahre. Eine Idee triggert eine andere, dann werde ich abgelenkt, bis dann irgendwann wieder etwas daherkommt, das mich inspiriert, den Song fertig zu bekommen.

Man kann von dir schon die »Faded. Dream.«-EP hören und die Single »Forever«. Wie geht es weiter?
Wie schon erwähnt, schreibe ich gerade an meinem Album. Im Sommer wird wohl eine Single kommen und ich werde Festivals spielen. Ich arbeite gerade mit sehr spannenden Künstlern und Produzenten zusammen. Viel mehr kann ich noch nicht verraten. Aber es fühlt sich gerade sehr spannend an.

School of X

Faded. Dream. - EP

Release: 15.09.2017

℗ 2017 ArtPeople