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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Say That Again

The Futureheads

Ein Haufen unangenehmer Fragen: Aber Barry und Ross haben auf alles eine Antwort!
Geschrieben am
Was sollte man besser nicht über dich wissen?
Barry: Hhmm ... Wir sollen euch jetzt ein Geheimnis verraten? Wir sind eigentlich kleine Kakerlaken, aber wenn wir Musik hören, werden wir zu Männern.

Welches Gericht kochst du, wenn du ein Date beim ersten Treffen daheim beeindrucken willst?
B: Ich würde Lammfleisch für fünf oder sechs Stunden in Rotwein schmoren lassen und auf Kartoffelpüree servieren. Vielleicht noch etwas Käse dazu und ein paar Minzblätter.



Wann hast du das letzte Mal gekotzt und warum?
Ross: Das war in San Francisco. Ich hatte Probleme mit der Lunge und einen kaputten Fuß, also ging ich ins Krankenhaus. Die haben mir da irgendwelche heftigen Valium-Tabletten gegeben, das hauen die in den Staaten einfach so an jeden raus. Ich kannte die nicht und bin danach irgendwie so rumgeschwebt, hab das Konzert barfuß gespielt, was ich niemals wieder tun würde, und habe letztendlich den Rest der Nacht auf der Toilette verbracht.

Welches Tier möchtest du gern mal streicheln?
B: Einen Hai, weil einen Hai kann man normal nicht streicheln. Das wäre gut. Aber eigentlich sind wir ja selbst auch alles Tiere.
R: Einen kleinen Affen. Mit denen komme ich gut aus. Wir sind da so auf einer Wellenlänge, die Affen und ich.

Welches popkulturelle Phänomen (Film, Platte, Trend ...) findest du langweilig?
B: Ich finde New Rave ziemlich langweilig. Der einzige Grund, weshalb es das gibt, ist, weil es wie New Wave klingt. Das ist also absoluter Unsinn. Ich meine: Was ist New Rave? Wie klingt es? Es klingt nach gar nichts. Vielleicht ein bisschen nach Pop oder was auch immer. Verdammt, New Rave existiert einfach nicht! Daumen runter!

Welche Stadt, die du mal bereist hast, hat dir nicht gefallen und warum?
R: Ich fand Tokio ziemlich ätzend. Barry denkt deshalb, ich wäre total gestört. Wenn du für lange Zeit unbedingt wohin willst und vor Ort ist alles ganz anders als erwartet, ist es einfach scheiße. Ich fand es total schwer, mit den Leuten dort klarzukommen, und das Essen dort ist grauenhaft. Besonders für mich als Vegetarier. Dann musste ich da auch noch die ganze Zeit mit unserem Tourmanager rumhängen, der nicht unbedingt zu meinen Favourites unserer Gruppe gehört.
B: Bei mir war es Edmonton in Kanada. Dort gibt es die weltweit größte Einkaufsmall, und wir haben darin gespielt. Das war total deprimierend, weil es einem einfach als falsch erscheint, an einem solchen Ort zu spielen. Na ja, aber jede Stadt hat ihre Vor- und Nachteile. Wenn du Glück hast, siehst du die Guten, wenn du Pech hast, eben die Schlechten. Das hängt doch immer von den Umständen ab, wie man eine Stadt wahrnimmt.

Welchem Fußballspieler würdest du gern vor Bewunderung die Stollen lecken?
R: Ich bin gar nicht so scharf darauf, irgendjemandem die Stollen zu lecken. Wenn es aber sein müsste, dann Éric Cantona. Er ist wie ein Vater und ein Gott für mich. Dem würde ich also die Stollen lecken. Allerdings nur, wenn wir gerade so zusammen rumhängen und als Freunde unterwegs sind. Ich wäre auch ihm gegenüber nicht gerne unterwürfig.
B: Bei mir ist es auch Cantona. Allerdings würde ich seine Schuhe vor dem Spiel und nicht danach lecken. Dann sind sie noch sauber geputzt von den kleinen Dienstjungen.

In welchEn SchauspielerIn warst du in der Jugend mal bisschen verliebt?
B: Ich bin total auf eine Sendung namens "Twin Peaks" abgefahren. Audrey Horne (gespielt von Sherilyn Fenn) war so eine verzogene Göre, deren Vater der Großteil der Stadt gehörte und die von einem Chauffeur zur Schule gefahren wurde. Wow, die fand ich absolut umwerfend.
R: Als ich ein Kind war, habe ich "Caspar, der freundliche Geist" gesehen. Ich fuhr total auf Christina Ricci ab. Wenn du so ein kleiner Knilch bist, siehst du die Mädchen noch anders, und als ich sie auf dem Bildschirm sah, hat sie mir den Kopf verdreht.

Und für eine Nacht mit welchem Prominenten würdest du heute deine Beziehung aufgeben, wenn du müsstest?
B: Das Opfer kann ich nicht bringen, sorry. Ich heirate demnächst. Würde ich diese Beziehung aufgeben, würde ich gleichzeitig mein ganzes Leben aufgeben. Wir sind in der Band alle liiert.
R: Na ja, aber Amy Winehouse finde ich doch ziemlich scharf. Ach, die ist total erotisch, auch wenn sie total durch ist. Ein bisschen wie Keith Richards als Frau. Aber auch dafür würde ich meine Beziehung nicht aufgeben.

Was ist das schlimmste Vorurteil, das du immer noch nicht aufgegeben hast?
B: Wir haben gar keine Vorurteile. Okay, ich bin ein bisschen ein Snob, was Essen angeht, aber sonst sind wir da ziemlich relaxt.
R: Ich bin ein bisschen ein Fußball-Fascho. Deshalb komme ich mit manchen Leuten nicht klar.
Was ist die schlimmste Zwangshandlung, unter der du leidest?
R: Wenn ich zu Hause bin, habe ich den totalen Sauberkeits-Fimmel. Wenn ich heimkomme, mache ich immer gleich Staubkontrollen und dreh total durch, wenn es dreckig ist. Total übertrieben, aber das ist mir wirklich sehr wichtig.
B: Ich habe allgemein ein sehr zwanghaftes Verhalten, was mich wirklich manchmal in Schwierigkeiten bringt. Ich mache dann Sachen wie plötzliche Bauchtänze auf offener Straße, oder ich tue so, als wäre ich ein Clown. Manchmal spreche ich einfach in irgendwelchen fremden Akzenten, klaue ein paar Sachen in verschiedenen Läden, überfalle auch mal die eine oder andere Bank oder klaue ein paar Autos. So die üblichen Sachen eben.

Welche radikale Position vertrittst du?
B: Ich bin Atheist. Das ist doch schon total radikal, oder? Es widerspricht dem, woran die meisten Menschen glauben. Ich kritisiere gläubige Menschen nicht, ich stimme ihnen nur nicht zu. Manche fühlen sich davon beleidigt.
R: Meine Ansichten über Fußball ... Das ist total ekelhaft, dass Fußball zu einem so dicken Business wurde. Das ist ein bisschen heuchlerisch, so etwas von einem Manchester-Fan zu hören, aber ich denke, dieser großartige Sport, der auch eine so große Wichtigkeit für die Popkultur hat, wurde total zum Big-Business-Ding, das den Sport selbst total außen vor lässt. Es ist traurig, vor allem, weil das in anderen Branchen wie in der Musik genauso passiert.

Die Fragen stellte Daniel Koch