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Mango

Sascha Funke

Sascha Funke präsentiert sich auf dem Cover seines zweiten Albums als sein eigener Klon: Lasziv, mit nacktem Oberkörper, liegt er vierfach hingeräkelt auf Beton
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Sascha Funke präsentiert sich auf dem Cover seines zweiten Albums als sein eigener Klon: Lasziv, mit nacktem Oberkörper, liegt er vierfach hingeräkelt auf Beton. Ein vollkommen stimmiges Bild: Sascha Funke bleibt auch nach fast zehnjähriger Geschichte als Produzent der Posterboy des Hauptstadt-Technos.

Die Musik hinter diesem Titelbild wirkt wie in Schönheit erstarrt. Die Tracks haben durchaus mal melancholische Zwischentöne und so was gleißend Lichtdurchflutetes, doch sie wirken auch extrem abgeklärt, um nicht ein noch öderes Wort auszupacken, das bei hedonistischer Tanzmusik einer Kapitulation gleichkommt: gereift. Gibt es abgesehen davon viel mehr zu sagen über Sascha Funkes zweite LP?

Leider nein. Noch nicht mal eine ordentliche Portion Attitüde gibt es auf die unerschütterlich marschierenden Beats, wie noch früher, in ungestümeren Jahren, als beispielsweise mit einem käsigen Bros-Cover von "When Will I Be Famous" zumindest sämtliche Geschmackspuristen geschockt wurden. Die Posterpose muss diesmal reichen. Und natürlich passt dazu perfekt, wie etwa im Track "Summer Rain" Klischees wie Donnergrollen, Regenplätschern und schließlich Vogelgezwitscher aus der Soundbibliothek abgerufen werden. So geht Techno-Melancholie im Malen-nach-Zahlen-Modus.