×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Process«

Sampha

Nach seinen vielschichtigen Hybrid-Pop-Produktionen für Drake, Jessie Ware oder Solange definiert das Debüt »Process« Sampha als König der elektronischen Singer/Songwriter mit Außenseiter-Aura.
Geschrieben am
»You touch down in the base of my fears. Houston, can you hear« – schon der Opener »Plastic 100 C«, ein nachtblaues Synthie-Windspiel aus 1980er-R’n’B, der Renitenz britischer Rave-Kultur und organischem HipHop-Fundamentalismus, stellt klar: Sampha macht Musik für Einsiedler. Die erste LP des Londoner Entrepreneurs mit der Schüchterling-Stimme ist ein weiträumig synthetisierter und augenverschlossener Moment des Verharrens, Zweifelns, ja, des Kampfes gegen eigene Dämonen. Es geht um jene Verletzlichkeit, die himmelhoch jauchzt, doch dann zu Tode betrübt der Einsamkeit frönt. »No one knows me like the piano«, heißt es etwa auf der gleichnamigen Nicht-Single. Dieses Album ist der Verlauf depressiver Episoden auf den Schultern von Teddy Riley, Kanye West und vor allem von Samphas an Krebs verstorbener Mutter. »Process« fusioniert ein neo-klassizistisches Synthie-Soul-Manifest aus Frank Oceans Emotionalität, The Weeknds Ohrwurm-Potenzial und Yeezys Zukunftsmusik – Proberaum-Pop trifft Schlafzimmer-Soul. Achterbahn, Gefühle, ihr wisst schon.

Sampha

Process

Release: 03.02.2017

℗ 2017 Young Turks Recordings