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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Birds And The Bee9«

Sampa The Great

Sampa The Great ist auf der Suche: nach Antworten, nach Erlösung, vor allem aber nach sich selbst. 
Geschrieben am
Seit ihrem Debüt »The Great Mixtape« und kleinen Internet-Releases ist Sampa The Great in ihrer Wahlheimat Australien bereits ein Shootingstar. Sie trat schon im Vorprogramm von Genre-Größen wie Joey Bada$$ oder Kendrick Lamar auf: kleine Frau, große Bühnen. Ihr zweiter Wurf »Birds And The Bee9«, im Titel natürlich eine Anspielung auf das Aufklärungsmärchen für Kinder, ist spirituell wie ein Schamanen-Ritual, expressiv wie ein Free-Jazz-Konzert und bodenständig wie ein 1990er-HipHop-Beat.

Die in Botswana aufgewachsene Rapperin/Sängerin slammt Spoken Words über Verletzlichkeit auf Neo-Soul-Melangen, spittet hypnotische Punchline-Ansagen über inneren Frieden auf verwurzelten Jazz-Loops, singt, jauchzt und scheut sich dank Gospel-Chören auch nicht vor großen Gefühlen. Doch wo andere beklemmenden Weltschmerz-Soul auf Breitbild ausrollen, bleibt Sampa auf ihrer musikalischen Astralwanderung sanftmütig wie Mutter Erde persönlich. Selbst düstere Rap-Erkenntnistheorien über die Auswirkungen von Fame und Cash wie »Casper« oder »Karma The Villain« fallen nicht vorwurfsvoll aus – »Birds And The Bee9« sucht das Gleichgewicht zwischen Dies- und Jenseits. Und so erlöst sich Sampa The Great am Ende mit der einzigen Gewissheit, die das Leben bereithält: »I Am Me«.

Sampa the Great

Birds and the BEE9

Release: 10.11.2017

℗ 2017 Big Dada