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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Situations

Sam Ragga Band

Wie eine Stimme aus der frühen Jugend. Die für mich und meine Altersgenossen entscheidende Botschaft von Reggae damals war, dass man exotisch, bekifft und Mystik-gläubig sein und trotzdem freundliche und zugleich revolutionäre Vibes verbreiten konnte. Die britischen Acts waren die etwas weniger gehe
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Wie eine Stimme aus der frühen Jugend. Die für mich und meine Altersgenossen entscheidende Botschaft von Reggae damals war, dass man exotisch, bekifft und Mystik-gläubig sein und trotzdem freundliche und zugleich revolutionäre Vibes verbreiten konnte. Die britischen Acts waren die etwas weniger geheimnisvollen Ableger dieser neuartigen Musik, sie mochten gelegentlich auch einen Ska-Song einstreuen und hatten weniger Dub-Elemente und die bodenständigeren Lyrics. Steel Pulse war damals so eine Band, die in gewisser Weise auch für eine einschmeichelnde Brise Pop-Crossover stand. Höre ich heute das neue, dritte Album “Situations” von der Hamburg-Londoner Reggae-Formation Sam Ragga Band, muss ich an all diese Dinge zurückdenken. Es ist weniger Dancehall und experimentell, und es orientiert sich deutlich mehr an den älteren Reggae-Roots. Besonders Simone Watsons klassische Backing-Vocals beflügeln diese Zeitreise. Inhaltlich spielen dabei sowohl sozialkritische als auch romantische Lovers-Lyrics eine gleichberechtigte Rolle. Der Sam Ragga Band ist mit ihrem ersten Album auf dem eigenen Label Safa Records ein skankender Volltreffer gelungen. Der Urlaub auf dem heimischen Balkon kann beginnen.