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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Golden Sings That Have Been Sung«

Ryley Walker

Mit viel Liebe zu verschnörkelten Arrangements verzahnt der Songwriter Ryley Walker die späten 1960er mit modernen Einflüssen seiner Heimatstadt Chicago.
Geschrieben am
Bereits das Cover von »Golden Sings That Have Been Sung« wirkt wie ein verstaubter Fund aus der goldenen Elektra-Ära. Doch Ryley Walkers neues Songmaterial klingt trotz der Reminiszenz an Helden wie Tim Buckley weder antik noch verstaubt. Die acht wie aus der Zeit geplumpst wirkenden Songs auf dem Album atmen den Geist seiner windigen Heimat Chicago mit beiden Lungenflügeln und wecken mit den verspielten Instrumental-Passagen glückliche Erinnerungen an Jim O’Rourkes Drag-City-Schätze oder The Sea And Cake. Für den kleinen Schubser ist LeRoy Bach (Wilco) mitverantwortlich, der den auf Tour entstandenen Songs einen letzten Schliff gab.  

Im Vergleich zum fantastischen Vorgänger »Primrose Green« sind die Texte persönlicher und kommen neben einigen ernsten Momenten auch dem Lebenskünstler Ryley Walker näher, der auf Twitter manchmal über seine Irrwege oder seine Platten- und Mayonnaise-Sammlung schreibt. Das Gesamtpaket ist fester geschnürt und rückt Komplexität und Leichtigkeit einander noch näher. Aus dem talentierten Gitarren-Narr ist ein detailverliebter Auteur geworden, der via Chicago eine Brücke in die Vergangenheit schlägt.

Ryley Walker

Golden Sings That Have Been Sung

Release: 19.08.2016

℗ 2016 Dead Oceans

Ryley Walker »Golden Sings That Have Been Sung« (Dead Oceans / Cargo)