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»Deafman Glance«

Ryley Walker

Laut Ryley Walker sollte sein viertes Soloalbum eine »Anti-Folk-Platte« werden. Die Mission ist ihm nur halb gelungen.

Geschrieben am

Das neue Album klinge mehr nach ihm selbst und seinem Wohnsitz Chicago, meint Ryley Walker. Schon auf »Golden Sings That Have Been Sung« aus dem Jahr 2016 hatte sich der 27-jährige Flinkefinger aus Illinois vom pastoralen Folk-England seiner ersten zwei Platten entfernt. »Deafman Glance« ist nun in der Tat mehr Schmelztiegel, wie es sich für einen Musik-Freak wie Walker und eine Metropole wie Chicago gehört.

Zwar bleibt sein Sound weiterhin vor allem in den späten 1960ern und 70ern verwurzelt, und der Psych- und Prog-Folk-Einfluss ist auch nicht ganz verschwunden (Flöten!), doch wenn Walker und Band mit jazzigen Harmonien, abrupten Tempi-Wechseln und spaciger Elektronik durch den Song »Accommodations« taumeln, ist das mehr Robert Wyatt als Nick Drake. In den anderen Stücken grooven und meditieren sich Walker und Co. lässig-virtuos durch eine Fusion aus Indie-Rock, Jazz, Folk, Prog, Psychedelic und Blues und lassen es hin und wieder lautstark eskalieren. Fordernd und zurückgelehnt zugleich ist »Deafman Glance« eine Platte für entspannte Nerds – so wie Ryley Walker selbst.

Ryley Walker

Deafman Glance

Release: 18.05.2018

℗ 2018 Dead Oceans

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