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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Dawn«

Ry X

Erster Gedanke: Bon Iver. Zweiter: schöner Folk mit Pop- und Electronica-Einwürfen. Und im weiteren Verlauf wird das Solo-Debütalbum des Australiers Ry X immer vielfältiger.
Geschrieben am
An »Only«, der ersten Single von »Dawn«, gab es in diesem Frühjahr kein Vorbeikommen. Wie auch? Wenn Bon Iver sich lieber in abseitige Bandprojekte verkriechen oder Festivals organisieren, statt neue Musik zu machen, dann nehmen Schmerzensmänner und Waldschrate auf der Suche nach dem richtigen Soundtrack für ihre Flucht aus dem Urbanen in das Umland, was sie kriegen können. Tatsächlich erinnern Stücke wie »Only« oder »Hold Me Love« mit ihrem Falsettgesang und gefühligen, aus allerlei Gitarrengriffen, Klavierakkorden und Synthie-Spielereien zusammengesetzten Flächen bisweilen doch sehr an den emotionsgeladenen Einsiedler-Folk von Justin Vernon. Bisweilen. Auf »Deliverance« dagegen geht der Elektroniker mit Ry X durch, es kuscheln sich dumpfe Kaskaden aus Kickdrums und Claps unter die akustischen Intimitäten, und man tauscht die Blockhütte von eben gegen den Bollerclub. Nur der Rausschmeißer »Lean« mit anschwellendem Postrock-Bombast hätte nicht sein müssen. Ansonsten ist »Drawn« ein atmosphärisches Folk-Album mit Pop- und Electronica-Einwürfen.

RY X

Dawn

Release: 06.05.2016

℗ 2016 RY X under exclusive license to Infectious Music Ltd., a BMG Company

Ry X »Dawn« (Infectious / Coop / PIAS / Rough Trade / VÖ 06.05.16)