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United Nations Of Sound

RPA & The United Nations Of Sound

Zu viel der großen Geste: Mit „United Nations Of Sound“ tritt Richard Ashcroft endgültig in die Phil-Collins-Phase ein.
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Zu viel der großen Geste: Mit „United Nations Of Sound“ tritt Richard Ashcroft endgültig in die Phil-Collins-Phase ein.

Von Richard Ashcroft ist man ja so einiges gewohnt. Sich zum Beispiel beim großen Verve-Reunion-Gig auf dem Glastonbury zu „Bitter Sweet Symphony“ kurz die Ganzkörpersonnenbrille abzusetzen, das Hemd aufzureißen, um sich schließlich das Mikro ans Herz zu schlagen. Auf „United Nations Of Sound“ gibt’s jetzt endgültig die Supernova an Ashcroft’scher Großgestik. Los geht’s: Mit „Are You Ready“ und „Born Again“ hat er erneut eine „Here we go“-Hymne verfasst, die erst umsäumt von nordenglischen Stadionmauern ihre volle Wirkung entfalten dürfte.

Als alter Verve-Verehrer und wohlwollender Solo-Effort-Huldiger will, muss, sollte man dieses Album wohl mögen. Doch dann kommen die Flügelhörner, die Streicher-Schichten, die Erleuchtungslyrics. Aufgepimpt wird Ashcrofts aufwendiger Studiobesuch mit ein paar dicken Beats. Aber auch die können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sir Richard mittlerweile in seine Phil-Collins-Phase eingetreten ist. Zwischen seinem „This Thing Called Life“ und Collins’ „I Wish It Would Rain Down“ gibt es gewisse Parallelen.

In drei Worten: Supernova / Erleuchtungslyrics / Phil Collins