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Junior

Röyksopp

Röyksopps letztes Album "The Understanding" war der typische Fall eines Growers. "Junior" dagegen macht es sich einfach.
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Röyksopps letztes Album "The Understanding" war der typische Fall eines Growers: Wegen seines vom Erstling so verschiedenen Sounds von mir eher zurückhaltend aufgenommen und besprochen, entwickelte es sich im Laufe der Zeit zu einem meiner meistgehörten Electropop-Alben der letzten Jahre.


"Junior" dagegen macht es sich einfach, denn es stellt die Schnittmenge dar aus den beiden Vorgängern: Die verspielte Leichtigkeit von "Melody A.M." paaren die beiden Norweger mit der klanglichen Wucht von "The Understanding" - gleich am Anfang zu hören beim fluffigen Reggae von "Happy Up Here" und nachfolgenden Kracher "The Girl And The Robot" (was für ein toller Titel!). Die gesangliche Ausgestaltung durch Robyn, Lykke Li und The Knifes' Karin Dreijer macht "Junior" zum skandinavischsten Pop-Album dieses Frühjahrs. Schade zwar, dass die verfremdeten männlichen Stimmen kaum zum Einsatz kommen, aber ein zweites "Poor Leno" soll und kann es ja auch nicht geben. "Junior" ist ausgereifter und stringenter produziert als "The Understanding", klanglich geht es viel mehr nach vorne. Dass es stellenweise arg auf Kommerz gebürstet ist, verzeiht man Röyksopp gerne, denn ein in seinem Bombast so schlüssig wirkendes Album ist momentan keiner anderen Band dieses Genres zuzutrauen.