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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Stellular«

Rose Elinor Dougall

Die ehemalige The-Pipettes-Sängerin versieht ihr zweites Soloalbum mit reflektiertem Songwriting und lässig kontrollierter Stimme. Das großartige Ergebnis klingt reduziert, aber nicht leise.
Geschrieben am
Im Video zu »Stellular« sind Rose Elinor Dougalls Augen von außerirdischem Licht erleuchtet. Der Text handelt von jugendlicher Verlorenheit in der zunehmend feindlichen Umgebung namens London, vermittelt aber Hoffnung in Form von astronomischen Lichtvokabeln. Musikalisch erinnert das ein wenig an die Smiths und endet mit einem zwirbeligen Gepiepe, das Science-Fiction-Assoziationen weckt. Dieser Sound kollidiert schön mit der Klarheit und der Geradlinigkeit, die sich durch das restliche Album ziehen. Die Instrumentierung besteht aus E-Gitarre, Bass und sorgfältig eingesetzten Synthies, die besonders beim Opener »Colour Of Water« ihre volle hymnische Kraft entfalten. Von den thematisch etwas seichteren Tönen, die bei den bezaubernden Pipettes vorherrschten, ist hier nicht mehr viel zu vernehmen. Die Platte wurde mit Produzent Oli Bayston (Boxed In) geschaffen, der auch einmal mitsingen darf (»Dive«). Gegen dieses fließende und verträumte Duett steht das gelassene und dabei appetitlich hormonbefeuerte »All At Once« – eine Autorenkollaboration zwischen Dougall und dem leicht verrückten Sean Nicholas Savage: »Sentence me to heaven, blood and tears and dreams.« Dass Dougall vor der Produktion dieses Albums zweieinhalb Jahre mit Mark Ronson auf Tour war und als Teil des Innerspace Orchestra ein eindrucksvolles Manfred-Mann-Cover veröffentlicht hat, ist angesichts von »Stellular« nicht weiter überraschend.

Rose Elinor Dougall

Stellular

Release: 27.01.2017

℗ 2017 Rose Elinor Dougall