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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Roosevelt«

Roosevelt

Roosevelt liefert mit seinem Debüt den Soundtrack zum in Shorts rumhängen und in die Wolken schauen. Wer hier allerdings die Kante sucht, wird nur babyglatten Marmor finden. 
Geschrieben am
Roosevelt alias Marius Lauber stellt sich mit seinem langerwarteten Debütalbum seiner schon jetzt beträchtlich großen Hörerschaft. Die Kompositionen auf »Roosevelt« gleichen warmen Farbverläufen: Zwar gibt es einen Gegensatz, doch die Harmonie der Kombination überwiegt, etwa in psychedelischen Hallspiralen und den omnipräsenten Synthesizer-Melodien. Das klingt durchweg gelungen, Caribou etwa hätte sicher nichts gegen einen Track wie »Sea« auf seinem Album habt.

Roosevelt hält seine Tracks allesamt in einer angenehmen, bruchlosen Stimmung, Kanten sucht man vergebens. Der 25-Jährige schleift seine Stücke so lange, bis sie schöne, glatte Oberflächen erhalten. Wie Wellen, die immer wieder die Tiefe aufblitzen lassen, aber meist nur die gleißende Sonne spiegeln. Roosevelt bewegt sich mit seinem Debüt in einer Art Komfortzone, die perfekt ausgeleuchtet ist, doch entziehen kann man sich den behutsam geschichteten und funky verspielten Tracks zwischen Westküste und Manchester trotzdem nur selten. Wer gerne tanzt, eine Shorts trägt oder einfach seinen Arsch bewegen will, der möge hier zuschlagen. Roosevelt schlägt zurück, wenn auch nur sanft.

Roosevelt

Roosevelt

Release: 19.08.2016

℗ 2016 City Slang

Roosevelt »Roosevelt« (City Slang / Universal)