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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

In The Mode

Roni Size / Reprazent

„Dirty Riffs, dirty Beats, dirty Samples.“ Yep, MC Dynamite bringt es auf den Punkt: Roni Size’ Reprazent-Projekt erfindet jetzt nicht mehr „New Forms“ wie noch 1997, sondern hat sich schmoov-dreckig „In The Mode“ eingeschwungen. Damals, vor drei Jahren, lieferte die Crew um Size, Krust, die DJs Suv
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Autor: intro.de

„Dirty Riffs, dirty Beats, dirty Samples.“ Yep, MC Dynamite bringt es auf den Punkt: Roni Size’ Reprazent-Projekt erfindet jetzt nicht mehr „New Forms“ wie noch 1997, sondern hat sich schmoov-dreckig „In The Mode“ eingeschwungen. Damals, vor drei Jahren, lieferte die Crew um Size, Krust, die DJs Suv und Die sowie Sängerin Onallee und MC Dynamite mit „New Forms“ das immer noch ungeschlagen beste Drum’n’Bass-Künstleralbum ab. Dessen glitzernde Last aber haben Reprazent beim Nachfolger ganz lässig pulverisiert, Standbass und Jazzbreaks rausgeschmissen und statt dessen, siehe oben, mehr Raps, bouncende Steppa-Beats und eine Wagenladung Dreiton-JumpUp-Basslines aus der Dope Dragon-Schule mit an Bord genommen. Es wummst also mehr und unbekümmerter als früher. Neu ist auch der weiter gestiegene HipHop-Anteil: Rahzel von Roots macht D’n’B-Beatbox, Method Man, den Size von seinem „Judgment Day“-Rmx kennt, rappt „from Bristol to Shaolin and beyond“, und MC Dynamite ist gleich fünfmal am Start. Zwar respektiert die US-HipHop-Branche also anscheinend langsam die britischen Breakbeat-Brüder - aber die erste Single-Auskopplung inklusive Hype Williams-Video ist trotzdem Dynamites „Who Told You“. Da fusioniert einiges, nur RATMs Zack De La Rocha nervt ein bisschen mit seinen Quäk-Raps bei „Center Of The Storm“. So ist „In The Mode“ zwar kein genrebrechender Meilenstein mehr wie sein Vorgänger, aber immer noch eine fett rockende Frischblut-Infusion ins darbende Drum’n’Bass-Gewerbe.