×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Zeitlose Grösse

Ron Sexsmith live

11.10.2006, Köln, Gebäude 9. Gut zehn Jahre ist es her, dass Ron Sexsmith mit seinem selbstbetitelten Debüt auf die Bildfläche geschlichen ist. Der kanadische Singer/Songwriter nimmt dieses... naja... Jubiläum an diesem Abend zum Anlass, sich nicht ausschließlich um die Alben der jüngeren Vergangenh
Geschrieben am
11.10.2006, Köln, Gebäude 9. Gut zehn Jahre ist es her, dass Ron Sexsmith mit seinem selbstbetitelten Debüt auf die Bildfläche geschlichen ist. Der kanadische Singer/Songwriter nimmt dieses... naja... Jubiläum an diesem Abend zum Anlass, sich nicht ausschließlich um die Alben der jüngeren Vergangenheit zu kümmern. "Time Being" (2006) und "Retriever" (2004) haben dem Anfangvierziger mittlerweile eine Fangemeinde beschert, die jauchzend und johlend an seinen Lippen hängt.

Die kleine Werkschau macht aber deutlich, dass auch die Frühwerke in puncto Songwriting nicht nachstehen. Paul McCartney wusste das schon immer - aber dem Publikum war es egal. Heute feiern sie ihn. Und sie feiern, dass sie ihn feiern. Es sei ihm gegönnt. Es gefällt ihm auch... irgendwie. Zwar wirkt er auf der Bühne nach wie vor scheu und zurückhaltend - aber auf eine sehr eigene, souveräne Art. Er leitet seine kleine Muckerband mit Leichtigkeit, wiegt seine Hüften, seine Gitarre. Und singt sich durch einen schier unerschöpflichen Melodienreichtum. Zwischendurch eine kleine Anekdote, ein Witzchen, ein artiges "Danke" in den angenehm gefüllten Saal. Am besten ist Sexsmith, wenn er sich seiner Mitmusiker entledigt. Wenn er gedankenverloren am Piano sitzt. Wenn er seinen Songs- ja, das muss man so sagen - zeitlose Größe schenkt. Dann fällt, von einer Sekunde auf die andere, alles von ihm ab. Der Japan-Jetlag, der Stress beim Vorabendkonzert, die verlorene Gitarre, die Hetzerei auf der Autobahn. Alles vergessen.