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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Hope Downs«

Rolling Blackouts Coastal Fever

Fünf Jahre haben sich die australischen Indie-Emporkömmlinge Rolling Blackouts Coastal Fever für ihre erste LP Zeit gelassen.

Geschrieben am

Vorweg: Was haben die sich bei dem Bandnamen gedacht? Man bekommt ihn kaum über die Lippen, ohne zu nuscheln oder sich zu versprechen. Aber: Wenn das das größte Problem ist, nimmt man den etwas ungelenken Bandnamen gerne in Kauf. »Hope Downs« ist nach der in Szene-Kreisen gefeierten EP »The French Press« das erste Album des Quintetts aus Melbourne und beflügelt die Indie-Rock-Seele ganz schön. Die Jungs schrammeln beherzt drauflos, verknüpfen Soft Punk mit Pop und schaffen es, gleichzeitig nach Sommer und nach klammem Proberaum im Keller zu klingen. Im tollen Opener werden gar Erinnerungen an die Babyshambles wach, auf Albumlänge außerdem an die Go-Betweens, ganz ohne Synthies, dafür mit umso mehr Gitarren. Was dem Durchschnittshörer vielleicht fehlen wird, sind Songs mit Ohrwurmpotenzial, das außer bei »Talking Straight« nicht so wirklich vorhanden ist. Dennoch: Keep it coming, mates.

Rolling Blackouts Coastal Fever

Hope Downs

Release: 15.06.2018

℗ 2018 Sub Pop Records