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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Horsedrawn Wishes

Rollerskate Skinny

Das Prinzip ROLLERSKATE SKINNYschen Schaffens ist immer dasselbe: Sie nehmen ihre Songbausteine auseinander, um sie mit neuen Sounds immer wieder neu zusammenzusetzen, ohne allerdings dabei und damit den Faden des (Pop-)Songs zu verlieren. Ergebnis ist eine erstaunliche Klangfülle, vor allem aufgrun
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Autor: intro.de

Das Prinzip ROLLERSKATE SKINNYschen Schaffens ist immer dasselbe: Sie nehmen ihre Songbausteine auseinander, um sie mit neuen Sounds immer wieder neu zusammenzusetzen, ohne allerdings dabei und damit den Faden des (Pop-)Songs zu verlieren. Ergebnis ist eine erstaunliche Klangfülle, vor allem aufgrund der reichhaltigen Sounds, auf die sie zurückgreifen. Insgesamt erinnert das sowohl vom Erscheinungsbild, besonders aber von der Herangehensweise her an MERCURY REV, mit denen sie auch schon getourt haben. Häufig fällt das stark 60s-geprägt aus, wie im Opener 'Swing Boat Yawning', der von NICE oder Zeitgenossen im Original sein könnte, dann ein (anfangs) eher an SPACEMEN 3 oder SONIC BOOM angelehntes Versatzstück bei '1000 Couples', das im weiteren Verlauf des Songs aber nicht mehr auftaucht, statt dessen (Quer-)Flöteneinsatz, den wir auch von erwähnten New Yorkern kennen. Anklänge kann man viele entdecken, so man nach diesen sucht, etwa von PAVEMENT, SYD BARRETT, den BEATLES, BEACH BOYS et cetera. Es gelingt ihnen auf ihrer zweiten LP, dem teilweise schon etwas pathosbelasteten Songmaterial neues Leben einzuhauchen, ohne daß das jemals gekünstelt klingt, weil der Hörer von diesen detailreichen und häufig nicht gerade maßstabsgetreuen Klangwelten erst einmal völlig überrollt wird. Doch - obwohl wesentlich interessanter als die vielzitierten OASIS oder BLUR - fehlt ROLLERSKATE SKINNY ein Song mit echtem Hitpotential, paradoxerweise, denn das gesamte Album besteht eigentlich aus kleinen und großen Hits, doch seit die Hippies nur noch zu einer minoritären Käuferschicht gehören, wird so was wie eben 'Swing Boat Cradle' oder 'Shimmer Son Like A Star' dann höchstens das, was man auf der Insel einen 'minor hit' nennt. Bleibt also nur noch die Hoffnung, daß diese sich im Londoner Exil befindende Band aus Dublin bei der gegenwärtigen, teilweise nicht so ganz nachzuvollziehenden Dublin-Hysterie um ASH etc. auffällt.