×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Ruby Blue

Roisin Murphy

Matthew Herbert kennt sich aus mit Frauenstimmen. Und mit Jazz sowieso. Nach seiner jahrelangen Zusammenarbeit mit der Sängerin Dani Siciliano produziert er jetzt zum ersten Mal das Album einer anderen Künstlerin. Und das ist niemand Geringeres als die Moloko-Sängerin Roisin Murphy, die Herbert durc
Geschrieben am

Matthew Herbert kennt sich aus mit Frauenstimmen. Und mit Jazz sowieso. Nach seiner jahrelangen Zusammenarbeit mit der Sängerin Dani Siciliano produziert er jetzt zum ersten Mal das Album einer anderen Künstlerin. Und das ist niemand Geringeres als die Moloko-Sängerin Roisin Murphy, die Herbert durch einige Remixe für ihre Band kennen lernte. “Ruby Blue” klingt dort am interessantesten, wo die sparsamen Elektronik-Sounds Herberts auf die unüberhörbaren Jazz-Nuancen und den warmen Schmelz von Roisins Stimme treffen. Jedes Stück entfaltet sich als elegante Popperle, die noch schöner schimmert, je zurückgenommener der Funk- und Jazz-Anteil bleibt. Besonders der Track “If We’re In Love” ist eine funkige Modern-Soul-Nummer, die durchaus das Potenzial hat, die seltsamen Soundexperimente Herberts direkt ins Herz des Charts-Radios zu schmuggeln. Stücke wie “Ramalama [Bang Bang]” oder der Titelsong “Ruby Blues” zeigen mit verschrobenen 60s-Anleihen und Retro-Synthieklängen, wie sehr Murphy und Herbert hier glamourösen Pop machen, dies gleichzeitig aber auch als Forschungsfeld für neue spannende Sounds zu nutzen verstehen.