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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Rocket/Freudental

(CD / bobrocket@gmx.net) Der Doppel-CD ist ein Brief beigelegt, in dem das Umfeld „Flüssigkeiten und Schwingungen“ erwähnt wird. Eine Suchmaschine hilft weiter, und ich komme hinter einen Kunstverein aus Stuttgart, der eine alternativ aussehende Donnerstagsbar am Bahnhof betreibt. Das abgerockte So
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(CD / bobrocket@gmx.net)

Der Doppel-CD ist ein Brief beigelegt, in dem das Umfeld „Flüssigkeiten und Schwingungen“ erwähnt wird. Eine Suchmaschine hilft weiter, und ich komme hinter einen Kunstverein aus Stuttgart, der eine alternativ aussehende Donnerstagsbar am Bahnhof betreibt. Das abgerockte Sofa-Ambiente auf einem Foto kommt mir (auch ohne da gewesen zu sein) vertraut vor. Es passt zur Wohnzimmer-Ästhetik auf CD #1, zu Andre Freudentals durch den Verzerrer gejagter Stimme und zu den 4/4-“My Generation“- oder Lo-fi-Elektro-Samples. Die vier Titel sind fegender, trashiger Blues-Punk. Die Texte, kritische Streifzüge durch den Alltag, wirken ironisch, banal und witzig zugleich: „Beneluxus heißt, die geben ihre Piepen aus ...“ Nun folgt die zweite CD: „Müde klopft an meine Tür die Müdigkeit. Ja, Tag, komm doch rein. Und ist sie drin, bleibt sie drin. Aber meistens fühle ich mich leider wie eine nervöse Romy Schneider“, singt Freudental leise, und Robert Stengs Schlagzeug klingt virtuoser als vorhin. Die drei Titel sind kitschlose Balladen mit Glockenspiel, Akustikgitarre und Klavier. Die Verteilung auf zwei CDs bezeugt die Verschiedenheit der Konzepte. Und ohne den Eigennamen nun aus seinem Zusammenhang zu nehmen, wirkt das flüssig und schwingt. Da ist es kaum zu glauben, dass hier noch kein Label Platz genommen hat.