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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Robyn

Robyn

Man sagt ja immer: Wer sich an die Neunziger noch erinnern könne, der sei nicht dabei gewesen. Ich persönlich kann mich noch ganz gut an die Neunziger und viele ihrer überflüssigen Ergüsse erinnern, aber zum Teufel nicht mehr an einen schwedischen Popstar namens Robyn, den es dort mal gegeben haben
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Man sagt ja immer: Wer sich an die Neunziger noch erinnern könne, der sei nicht dabei gewesen. Ich persönlich kann mich noch ganz gut an die Neunziger und viele ihrer überflüssigen Ergüsse erinnern, aber zum Teufel nicht mehr an einen schwedischen Popstar namens Robyn, den es dort mal gegeben haben soll. Angeblich hatte die in besagtem Jahrzehnt richtige Britney-Spears-Hits mit Namen wie "Show Me Love" oder "Do You Know What It Takes". Mit Schubkarren fuhren die Praktikanten der Plattenfirma BMG damals das von Robyn erwirtschaftete Geld in die Sparkassen.

Heute gibt es diese Schubkarren nicht mal mehr. Robyn hat die große Plattenfirma mittlerweile auch verlassen und ihr eigenes Indielabel Konichiwa Records gegründet, um ihre Comebackplatte "Robyn" zu veröffentlichen: ein in Zusammenarbeit mit coolen Leuten wie The Knife und Trentemøller entstandenes Plastikpopalbum zwischen R'n'B, Electro und kitschigen Balladen.

Das klingt jetzt negativer, als es eigentlich klingen soll. Denn auf "Robyn" gibt es den einen oder anderen ziemlich guten Hit. Die Single "Konichiwa Bitches" und das dazugehörige Video sind eine gelungene Parodie auf die "Harajuku Girls" von Gwen Stefani. Und in "Handle Me", einer Hasstirade auf einen ausbeuterischen Arsch von einem Produzenten, singt sie gar Folgendes: "But you're a selfish nacissistic psycho freaking bootlicking Nazi pimp and you can't handle me." Recht so. In Schubkarren sollte man diese Typen endlich auf die Friedhöfe fahren.