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»Applied Autonomy«

Robert Lippok

Robert Lippok gelingt wieder eine sehr berlinerische Vermählung von Kunst und Clubkultur: Sein strukturalistisches Electro-Album »Applied Autonomy« entstand am Reißbrett und beim Auflegen.

Geschrieben am

Robert Lippok läuft geneigten Hörern in Berlin seit den 1980ern musikalisch über den Weg. Und zwar so vielfältig, dass es möglich ist, ihm an einem Tag gleich mehrfach zu begegnen: nachmittags in der Ausstellung »Underground und Improvisation«, wo auch sein Werk mit der Ost-Berliner Experimental-New-Wave-Electro-Band Ornament Und Verbrechen vorgestellt wird, abends eben in einem Kellerclub, wo Lippok, Jahrgang 1966, avancierten Techno auflegt. Sein bekanntestes Projekt ist sicher die Postrock-Gruppe To Rococo Rot, die er gemeinsam mit seinem Bruder Ronald in den frühen 1990ern gegründet hat. Sein elektronisches Solowerk veröffentlicht er seit 2001 auf Raster-Noton.

»Applied Autonomy« ist konzeptuell anspruchsvoll, arbeitet mit der Balance fester Strukturen und fluider Klangelemente, mit Stillstand und Bewegung, Unabhängigkeiten und Verknüpfungen von Fragmenten. Man muss das weder wissen noch heraushören, um sich im Sound zu verlieren. Der klingt nämlich ziemlich klassisch, eben nach jahrzehntelanger Erfahrung mit Noise, Techno, House, Clicks’n’Cuts, vielleicht sogar nach Musik von vor 15 Jahren. Packend ist sie dennoch – und funktioniert eben im Kontext der Akademie der Künste genauso wie im Friedrichshainer Industriegebiet.

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