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Riots Not Diets

Hier geht es rund: Riots Not Diets geben keiner Verzettelung eine Chance. Eine Hand voll auf ihre Tauglichkeit überprüfte Punkrockmelodien, ein mit Sicherheit günstiger Trommelcomputer und ein Verzerrer auf dem Gesang reichen eben auch 2006 aus, um die allmorgendliche Tasse Kaffee zu ersetzen. Feder
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Hier geht es rund: Riots Not Diets geben keiner Verzettelung eine Chance. Eine Hand voll auf ihre Tauglichkeit überprüfte Punkrockmelodien, ein mit Sicherheit günstiger Trommelcomputer und ein Verzerrer auf dem Gesang reichen eben auch 2006 aus, um die allmorgendliche Tasse Kaffee zu ersetzen. Federico und Agustina emigrierten vor zwei Jahren von Argentinien nach Berlin, wo das Geschwisterpaar bis heute lebt. “Berlin ist perfekt für Bands. In Argentinien gibt es kaum Möglichkeiten, aufzutreten. Das Land ist so riesig, und es ist wirklich viel zu teuer, auf Tour zu gehen.” Die elf Stücke auf ihrem famosen Debüt “Orange Mocha Frappuccino” sind nach gefühlten vier Minuten (es sind aber 18) schon wieder vorbei, und sie scheren sich einen feuchten Kehricht darum, ob Innovation und Virtuosität Schlüsseltugenden für Musizierende sein sollten. “Bei Riots Not Diets geht es darum, einfach, tanzbar und nicht allzu lange zu spielen. Wir wissen ja, dass das keine sonderliche Herausforderung für den Hörer bedeutet. Der wichtigste Punkt ist Energie”, so Agustina. Von ähnlich entwaffnender Direktheit sind auch die Texte, die den professionellen Zynikern die Schamesröte ins Antlitz treiben sollten. Man hört sie schon herumzetern und etwas von Naivität grummeln, doch wen schert es? “Es ist niemals naiv, Träume zu haben. Es ist das Beste! Ohne Träume bist du tot. Du musst alles tun, um glücklich zu werden, egal, wer du bist, wie alt du bist oder woher du kommst. Wenn es nur der kleinste Traum ist, was kannst du verlieren, wenn du ihn zu verwirklichen versuchst?” Und das ist leider wahr. Bzw. glücklicherweise.