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Exklusives Audio-Interview

Richard Ashcroft

Flashback: London 97. Gerade ist diese neue Single draußen. 'The Drugs Don’t Work'. In Deutschland war der Verve-Hype schon schlimm, 'Bitter Sweet Symphony' lief sogar am Autoscooter auf der Kirmes. Aber hier beim HMV in der Oxford Street ist es noch deutlicher: The Verve sind überle
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Flashback: London 97. Gerade ist diese neue Single draußen. 'The Drugs Don’t Work'. In Deutschland war der Verve-Hype schon schlimm, 'Bitter Sweet Symphony' lief sogar am Autoscooter auf der Kirmes. Aber hier beim HMV in der Oxford Street ist es noch deutlicher: The Verve sind überlebensgroß. Ashcroft, McCabe und & Co. hängen als Riesenposter an den Wänden, es gibt dutzende Extra-Ständer mit allen Versionen der Single. In der Presse liest man dieser Tage viel vom Größenwahn Ashcrofts, jedes zweite Foto sieht aus wie eine Christusdarstellung mit Ganzkörperbrille. "What a genius!", sagen die einen. "What an asshole!", die anderen. Und ich mach es mir mit meiner Meinung in der Mitte gemütlich: großartiger Musiker – als Mensch eher schwierig. Denke ich so, ohne ihn zu kennen, kaufe mir die 7", die CD1- und die CD2-Version und verlasse mit vollen Taschen den Laden.

Im Herbst 2006 sieht das Ganze schon wieder anders aus. Mal abgesehen davon, dass ich '97 nie gedacht hätte, dass ich mal mit dem Herren ein Bierchen trinken würde, ist auch Ashcrofts Leben bedeutend ruhiger geworden. Gut, gelegentlich tritt er noch mal vor drei Millionen Menschen auf, wie beim Live 8, aber ansonsten pendelt er zwischen Familien- und Musikerleben. Wie es dazu kam? Darauf hat Ashcroft eine erschlagend simple Antwort: "I lost seven million fans in one record. I lost the Verve and became Richard Ashcroft. But that's fine with me. I just keep going."

Wir haben uns überlegt, heute mal den Künstler selbst zu Wort kommen zu lassen, und ihn nicht auf ein paar gedruckte Statements runterzudampfen (das haben wir ja schon hier gemacht). Denn Ashcroft ist ein sehr angenehmer Interviewpartner, man mag ihm gerne zuhören – was auch der Grund ist, warum meine Kollegin und ich ihn so selten unterbrochen haben. Überhaupt ist er verdammt nett. Nix mit schwierig, schon gar kein Arschloch. Er ist auch nicht 2,14 m groß, wie man das immer gedacht hatte. Und wer sich über das gelegentliche "äh" in meinen Fragen aufregt, der möge doch bitte selbst mal ein Idol seiner Wahl interviewen - und mir den Mitschnitt schicken. Deutschsprachige Idole zählen nicht … Allen anderen: Viel Spaß!

Zum Interview geht's hier lang. Geführt wurde es von Ines Sundermann und Daniel Koch.