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Kampf gegen Privatanbieter hat begonnen

RIAA jagt Netzpiraten

Viel Arbeit für Amerikas Justiz. Seit gestern sammelt die Recording Industry Association of America (RIAA) Beweise gegen Privatpersonen, die innerhalb von peer-to-peer-networks größere Mengen illegaler Musikdateien zum Tausch anbieten. Ab Mitte August sollen die ersten Anklagen erhoben
Geschrieben am

Autor: RN

Viel Arbeit für Amerikas Justiz. Seit gestern sammelt die Recording Industry Association of America (RIAA) Beweise gegen Privatpersonen, die innerhalb von peer-to-peer-networks größere Mengen illegaler Musikdateien zum Tausch anbieten. Ab Mitte August sollen die ersten Anklagen erhoben werden. In einer offiziellen Stellungnahme berief sich RIAA-Präsident Cary Sherman auf eindeutige Gesetze. Diese Art von Musikvertrieb sei definitiv illegal. „Niemand bleibt dabei anonym und jedem, der sich daran beteiligt, drohen ernste Konsequenzen.“
Damit setzt die RIAA ihren Feldzug gegen die Online-Piraterie fort, die einst mit dem erbitterten Kampf gegen Napster begonnen hatte. Ob es nun wirklich zu einer Prozesslawine gegen hunderte Nerds und College-Studenten kommen wird, bleibt allerdings offen. Zumal die „substantial amounts of copyrighted music“, die aus einem Privat-Tauscher einen illegalen Anbieter machen, noch genau definiert werden müssen.
Musiker und Bands unterstützten diese Initiave jedenfalls auf breiter Front. Von Sheryl Crow, Peter Gabriel, Eve, Shakira bis hin zu Mary J Blige rufen die Künstler mit zum Teil blumigen Formulierungen dazu auf, die Zukunft der guten Musik nicht mutwillig zu zerstören. „Im HipHop ging es immer um den Traum, etwas eigenes auf die Beine zu stellen. Ob Label, Club oder Fanzine“, verkündet etwa Rap-Queen Missy Elliott. „Wer sich von den Piraten abwendet, unterstützt uns dabei, die nächste Künstler-Generation auf den Weg zu bringen. Wir versorgen euch mit den heißesten Beats und schätzen es sehr, wenn unsere Fans ihre Liebe und ihren Respekt dadurch ausdrücken, dass in den Plattenladen gehen und das fertige Produkt kaufen.“ Ob das wirklich hilft?