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Revisited: Interpol - "Turn On The Bright Lights"

Die besten Platten des Jahrzehnts

Wir blicken zurück auf die großen Momente und noch größere Alben, die uns auch heute noch begleiten. Jeweils mit der Original-Intro-Review von anno dunnemal. Platz 14
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Das waren die Nuller: Wir blicken zurück auf die großen Momente und noch größere Alben, die uns auch heute noch begleiten. Jeweils mit der Original-Intro-Review von anno dunnemal. Heute mit Interpol - "Turn On The Bright Lights". Die besten Platten des Jahrzehnts wurden im Rahmen des Intro-Jahrzehntpolls von den Intro-Usern gewählt.

Es ist ja nicht so, dass die Macht der dunklen Seite des Wave nachgelassen hätte in den letzten Jahren. Ohne Gang Of Four klängen The (International) Noise Conspiracy mit Sicherheit anders, ohne Joy Division bzw. frühe New Order gäbe es weder Slam noch JJ72, und es gäbe – nach eigener Auskunft – nicht mal Kosheen.

Aber eine Band, die so nahtlos an den Sound anknüpft, mit dem englische Künstler vor zwanzig Jahren ihre desaströsen sozialen, psychischen und meteorologischen Umstände zum Klingen brachten, hat gefehlt. Aber so gerade noch. Jetzt ist sie da und heißt Interpol. Und sie kommt natürlich nicht aus England (für einen Engländer wäre eine solche Musik zu machen bestimmt wie mit seinen Eltern in den Urlaub zu fahren), sondern aus New York.



Deren Auseinandersetzung mit der Popmusik aus der alten Welt war so gründlich, dass man die Hörer vor Déjà-vu-Attacken im Minutentakt warnen sollte. “Woher kenne ich das jetzt schon wieder?” fragt man sich und hört nicht auf damit. In einigen Fällen ist der Fall klar: “Stella Was A Driver And She Was Always Down” zum Beispiel ist eindeutig eine Transkription des Jean-Paul-Sartre-Experience-Knallers “Mothers”.
[usercomment=http://www.intro.de/forum/plink/1/1029942118/1035822977]Nix Joy Division, die Chameleons sind ja wohl hier der Referenzpunkt.[/usercomment]
Aber meist kommt man aus dem Rätseln nicht raus, und alle Karteileichen der Plattensammlung werden beim Grübeln lebendig: Cud? Bauhaus? Wedding Present? Nein, Interpol sind trotzdem kein redundantes Retro-Projekt. Dazu sind die Sachen einfach zu gut gemacht und haben ihren Vorläufern den Mut zum atmosphärischen Pomp und zur großen Pop-Geste voraus. Wem also Oasis neu genug sind, dem sollten es Interpol doppelt und dreifach sein.

Intro-Jahrzehntpoll, Platz 14:
Interpol - Turn On The Bright Lights
[City Slang / Labels / Virgin / VÖ: 16.08.2002 ]

Die besten Platten des Jahrzehnts wurden im Rahmen des Intro-Jahrzehntpolls von den Intro-Usern gewählt. Die gesamte Top 100-Liste findet ihr hier.

Der große Intro-Jahrzehntrückblick: Das waren die Nuller.
.: www.intro.de/spezial/dienuller :.