×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Metals«

Feist

Auch wenn das letzte Album aus dem Jahr 2007 stammt, ist Leslie Karriere nicht im Fade-Out-Modus. Im Gegenteil, nach „The Reminder“ warten Indies, Galeriebesitzer und Normalos auf ihren nächsten Schritt. Hier ist er - aber wo geht er hin?
Geschrieben am
Vier Jahre brauchte es, um Leslie Feists Leben komplett auf den Kopf zu stellen. Angefangen mit der Untermalung eines Werbespots über den Release des letzten Albums bis hin zu dem lustigen Videoclip zur Hitsingle »1234«. Unterbrochen natürlich von ständigen Tourneen über den ganzen Erdball. Gut vorstellbar, dass das Album nach so einem Durchbruch für einen empfindsam-verqueren Charakter wie Feist eine noch größere Nagelprobe darstellte als schon für andere Künstler.

»Metals« aber zeigt: Sie hat diese Herausforderung mit Bravour gemeistert. »Metals« verströmt eine würdige, erwachsene Ruhe. Die Stücke changieren zwischen vollkommen reduziert (»Undiscovered First«) und sacht orchestriert (»Bittersweet Melodies«), und es sind mit »Graveyard« und »The Circle Married The Line« wieder mindestens zwei ohne Umschweife als solche zu erkennende Hits dabei. Trotzdem verwundert an »Metals« vor allem seine zauberhafte Intimität. »Metals« ist ein großes, klassisches Songwriter-Album, das den kritischen Augen der neu gewonnenen Öffentlichkeit ohne Frage standhalten wird. Die sinnlich-seriöse Güte dieser Musik wird Feist auch noch größer werdende Bühnen meistern lassen. 

Feist

Metals

Release: 01.01.2011

℗ 2011 Polydor (France)