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Reservoir

Fanfarlo

Fanfarlo mögen Mandolinen und Melodien. Genau wie Beirut, Arcade Fire und all die anderen. Dafür hat Simon Balthazars Indiekapelle aber mehr Mut zum Popsong.
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Fanfarlo mögen Mandolinen und Melodien. Genau wie Beirut, Arcade Fire und all die anderen. Dafür hat Simon Balthazars Indiekapelle aber mehr Mut zum Popsong.

Timing ist alles. Eigentlich müsste die Indiewelt zum Fanfarlo-Erstling im Quadrat tanzen. Wären da nicht Beirut, Arcade Fire, Noah And The Whale, ja, selbst Mumford & Sons sind etwas schneller gewesen. Und deshalb klebt an Simon Balthazars Folkplatte – wir sparen uns jetzt mal das „Weird“ als Zusatz vorm „Folk“, nur weil hier ein paar mehr Instrumente bedient werden – ein süßlicher Beigeschmack von „erinnert an ...“. Da sind die Mandolinen und Trompeten, die Zach Condon auf die Pop-Agenda gesetzt hat, die großen Harmonien von Arcade Fire und die Verspieltheit von Noah And The Whale.

Trotzdem ist Fanfarlos Beitrag zur Liste dichter, hat mehr Popappeal und weniger Ausbrüche ins Konzeptuelle. „The Walls Are Coming Down“, „Harold T. Wilkins“ und „I’m A Pilot“ sind wunderbare Popsongs – ob mit oder ohne Referenzliste im Hinterkopf. Streichen wir die Welt also für einen Moment Sepia-Farben, streifen den Tweed über und lassen die Indie-Checker Indie-Checker sein. Zumindest für eine A- und B-Seiten-Länge.

In drei Worten: Sepia / Tweed / Quadrat