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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Rekord-Konzerte

The Flaming Lips

Die Flaming Lips blasen zum Angriff auf Jay-Z. Am 27. Juni startet die beste Psychedelic Pop Band unserer Tage den Versuch, dem Hip Hop-Star seinen Titel als Künstler mit den meisten Konzerten an verschiedenen Orten innerhalb eines Tages streitig zu machen. Doch auch Jack White und Bradford Cox (Deerhunter) haben rekordverdächtige Auftritte hinter sich.
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2006 war es Rapgroßverdiener Jay-Z gelungen, im Rahmen der »Hangar Tour«  mit dem Flugzeug insgesamt sieben Shows in sieben Städten anzusteuern. Wayne Coyne und seine Band werden für ihren Rekordversuch hingegen auf der Landstraße unterwegs sein. In Anlehnung an die psychedelischen Reisen von Ken Kesey (»Einer flog über das Kuckucksnest«) und seinen Merry Pranksters sowie die »Magical Mystery Tour« der Beatles, starten die Flaming Lips in einem Bus ins Abenteuer. Die Reiseroute führt durch die südlichen USA und ist ebenfalls popkulturell inspiriert, orientiert sie sich doch grob an der einzigen US-Tour der Sex Pistols. Eine Rekordjagd von Memphis bis New Orleans.



Jack White scheiterte mit seinen bisherigen Versuchen, ins »Guinness World Records«-Buch aufgenommen zu werden. 2007 spielte er mit den White Stripes in Neufundland eine einzige Note und beendete nach kaum einer Sekunde den Auftritt. Allerdings verweigerte ihm die »World Records«-Jury den Titel, was White mit dem angefressenen Statement quittierte, es handele sich hierbei um eine elitäre Veranstaltung, ohne wissenschaftlichen Anspruch. Den nächsten, nicht ganz ernst gemeinten Versuch wagte der White Stripes-und Raconteurs-Sänger vor kurzem, als er es sich zum Ziel setzte, die meisten Metaphern während eines einzigen Konzertes zu benutzen.

Keinen Gedanken an einen offiziellen Rekord verschwendete Deerhunter-Frontmann Bradford Cox, als er sich Anfang des Jahres bei einem Auftritt seiner zweiten Band Atlas Sound in eine knapp sechzigminütige Version des The Knack-Klassikers »My Sharona« steigerte. Auslöser für die ausufernde Coverversion war ein angetrunkener Zuruf aus dem Publikum gewesen. Dem Störenfried mit Ironie begegnen und nebenbei rekordverdächtig musizieren, so sichert man sich einen Platz im ewigen Popkulturgedächtnis.