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Red, Yellow And Blue

Born Ruffians

Luke-la-la-la-LaLonde, Mitch-de-de-de-DeRossier und Steve-ha-ha-ha-Hamilton, so nennen sich die drei Jungs aus Ontario geben sich einsilbig.
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Luke-la-la-la-LaLonde, Mitch-de-de-de-DeRossier und Steve-ha-ha-ha-Hamilton  geben sich einsilbig.

 

Bis heute gilt Warp als eines der konsensträchtigen Blindkauflabels - mit sprichwörtlicher Stilsicherheit. Für Warp ist die Sortierung nach Labels in manchen Plattenläden doch überhaupt erst erfunden worden. Das Warp-Spektrum ist breit, aber von Boards Of Canada über Gravenhurst bis Jamie Lidell ist es seinem Anspruch, Pionierarbeit auf dem Gebiet der verschrobenen Musik zu leisten, immer gerecht geworden.

"Red, Yellow And Blue" von den Born Ruffians aber ist die erste Platte, die ich zurück ins Label-Fach stellen würde. Luke-la-la-la-LaLonde, Mitch-de-de-de-DeRossier und Steve-ha-ha-ha-Hamilton, so nennen sich die drei Jungs aus Ontario selbst, singen elf Songs lang tatsächlich viel "la-la-la", "de-de-de", "ha-ha-ha" und öfters auch mal "whoa-whoa-whoa", und das meistens sehr bewusst gegen den Beat. Da den Songs an sich aber eine überzeugende Struktur fehlt, entsteht dadurch kein Bruch und erst recht kein Groove.

 

Und irgendwie passt da auch der Klischee-rebellische Name ins Bild. Wenn die drei "Raufbolde" im Chor "The sun is shining but we stay inside / Oh, but we go out at night" singen, dann hat das den Ass-Kick-Faktor einer Tasse Holunderblütentee. Der, das muss man zugeben, wärmt zumindest ein bisschen das Herz und den Magen, und das beherrscht diese Platte schon. Aber so richtig geil schmeckt's einfach nicht.