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Reality Killed The Videostar

Robbie Williams

Die Erlöserfantasien, die um Robbie ranken, werden einfach nicht erfüllt. Und mit dem weniger, das die Platte anbietet, sollen sich andere rumschlagen.
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Die Erlöserfantasien, die um Robbie ranken, werden einfach nicht erfüllt. Und mit dem weniger, das die Platte anbietet, sollen sich andere rumschlagen.

Eine neue Robbie Williams-Platte wieder mal als Hingucker. Schön. Denn zuletzt hatte er selbst ja alles dafür getan, seinen Ultraschall-Ruhm zu Tal zu reiten: zu viele Platte hintereinander, mit unpassenden Songwritern arbeiten, neue doofe Soundrichtung ausprobieren. Innerhalb der Zwangspause nach diesem Ritt wandelte sich der Gossip, der ihn seit jeher umgibt, von Verehrung in Häme. Credo: Ungepflegt, depressiv, muss bald wieder bei Take That vorsprechen. Fakt dürfte auf jeden Fall sein: Die Superstar-der-Superstars-Zeiten sind vorbei.

Obwohl auf "Reality Killed The Videostar" die Bemühung spürbar ist, endlich mal wieder bisschen den eigenen Fan zu bedienen. Die glorreiche Phase rund um "Supreme" wird zitiert, nur der damalige Funk-Rahmen findet sich gemorpht in kantigere Electro-Beats. Unterm Strich bleibt man allerdings ratlos zurück. Viel ist gefällig, manches nett, einiges billig. Die Erlöserfantasien, die um Robbie ranken, werden einfach nicht erfüllt. Und mit dem weniger, das die Platte anbietet, sollen sich andere rumschlagen.