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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Raven In The Grave

The Raveonettes

Weg mit dem Surfbrett, ab ins Grab: großartige Neupositionierung des dänischen Duos.
Geschrieben am

Verrückt, dieses Popgeschäft. Da kommen plötzlich neue Bands und bedienen sich bei den alten – und ebnen so wiederum nachahmenden Bands den Weg, die noch jünger sind. So geschehen beim Raveonettes-Debütalbum »Chain Gang Of Love«: Damals verbanden sie in ihrem Feedback-Pop die etwas angestaubte 60er-Surf-Tradition mit dem 80er-Sound von The Jesus And Mary Chain. Heute, acht Jahre später, gibt es Bands wie Best Coast und The Drums. Die nachfolgenden Raveonettes-Alben waren musikalisch mal mehr und mal weniger spannend – der plumpen Wiederholung verweigerten sie sich jedoch konsequent. Und jetzt? Jetzt ist das dänische Duo mit aller Wucht zurück. So unsurfig wie noch nie: düsterer, nachdenklich und sehnsüchtig. Die von ihnen inspirierten und mittlerweile durchgestarteten Bands sind längst überholt. Tatsächlich meint man stattdessen sogar »neue« Bands herauszuhören: zum Beispiel den Minimalismus von The xx oder die Gefühlswelten von Beach House. Verrückt. Aber was ich eigentlich sagen wollte: Großartiges Album!

In drei Worten:  UNSURFIG / DÜSTER / FEEDBACK-POP

Das Album könnt ihr z.B. bei Simfy in ganzer Länge streamen.